Teil eines Werkes 
14. Band = Neue Folge, 1. Band, Algier und Paris im Jahre 1830 : 2. Theil (1846)
Entstehung
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von Adolph's Verhältniß zu dieſem Schiff noch gar nichts im Hauſe bekannt war. Sie ergriff daher gern die Gele⸗ genheit, ihren künftigen Eidam unter einer ſehr günſtigen Bedeutſamkeit vorzuſtellen.„Niemand, lieber Oheim, wird Ihnen,“ ſprach ſie,„beſſere Auskunft darüber geben kön⸗ nen, als unſer junger, lebhafter Politiker.“

„Freilich, er iſt ein Seemann,“ fiel Deſormery ein.

„Und noch dazu Schiffslieutenant auf der Aventure ge⸗ weſen,“ ſetzte Frau von Clermont lächelnd hinzu.

„Wie,“ rief Deſormery.„Da haben Sie von Glück zu ſagen, daß Sie jene unglückliche Fahrt nicht mitgemacht haben!“

Adolph erwiderte faſt erröthend:„Verzeihen Sie, ich habe ſie mitgemacht und nenne vielleicht eben das ein Glück, wiewol es manches ſchmerzliche Opfer gekoſtet hat!“

Jetzt brach Deſormery in ein faſt übermäßiges Erſtau⸗ nen aus. Ein Ereigniß, das mitten in den großen politi⸗ ſchen Bewegungen Bedeutung genug behalten hatte, um das fortwährende Geſpräch des Tages zu bilden, mußte einem Theilnehmer an demſelben ein lebhaftes Intereſſe leihen. Wie ein Blitzſtrahl fiel daher die Entdeckung, daß Adolph jene Abenteuer erlebt hatte, in die Gemüther der Geſellſchaft. Jeder wollte hören, wollte belehrt ſein, ſogar der Hauptmann vergaß über den Antheil an den Schick⸗ ſalen des jungen Mannes, daß er ihm faſt feindlich gegenüberſtehe. Adolph mußte erzählen, von Anfang bis zu Ende. Deſormery war ganz Ohr. Die Töchter des Hauſes hörten mit geſpannter Aengſtlichkeit den abenteuer⸗ lichen Berichten zu. Nichts war ihnen ausführlich genug, alle, auch die kleinſten Umſtände wollten ſie erfahren. Leon⸗

tine glühte vor freudigem Stolz, daß ihr Geliebter gewiſſer⸗