Teil eines Werkes 
14. Band = Neue Folge, 1. Band, Algier und Paris im Jahre 1830 : 2. Theil (1846)
Entstehung
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neuen Beherrſcher vielleicht ganz neue Pflichten zu erfüllen.“

„Der Soldat kennt und ſoll nur die eine des Gehor⸗ ſams kennen.“

Adolph wollte erwidern, doch er fühlte ſeine Hand ſanft ergriffen. Es war Leontine, die ihn mit dieſem leiſen Druck der Liebe bat, ein Geſpräch abzubrechen, in welchem noch Niemand ſich ſo viel vergeben hatte, daß Fortfahren ein Geſetz der Ehre für ihn geworden wäre. Alle Winke der Liebe werden leicht verſtanden und gern befolgt; Adolph ſchwieg daher, obwol ſeine ganze Bruſt noch mit Gründen für ſeine Meinung erfüllt war.

Deſormery, der ſich innerlich die bitterſten Vorwürfe machte, den Apfel der Eris muthwillig hingeworfen zu ha⸗ ben, war ſchon lange unruhig auf und nieder gegangen. Als ein wahrer Freudenbote erſchien ihm daher der Diener, welcher meldete, daß das Abendeſſen aufgetragen ſei. Er bot Frau von Clermont den Arm, der Hauptmann führte Louiſon, Adolph Leontinen und Marie.

Der Gang in den Salon, die geſellige Pflicht, der Dame, die man führte, einige Worte der Höflichkeit zu ſagen, dazu das Beſtreben mehrer Perſonen, das ſo leb⸗ haft angefangene Geſpräch vergeſſen zu machen, bewirk⸗ ten dies leicht.

Deſormery gab ſich alle Mühe, den zuvorkommenden Wirth zu machen, die Töchter des Hauſes unterſtützten den Vater und ſo waren nach wenigen Minuten die Falten verſchwunden, welche ſich ſchon auf mancher Stirn gela⸗ gert hatten.

Ueber Tiſche erwähnte Deſormery ganz zufällig des Si⸗ len und der Aventure und warf eine Frage deshalb auf.

Frau von Clermont bemerkte erſt in dieſem Augenblick, daß 3*

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