perſönlichen Charakter deſſelben geſchöpft, ſondern ein allge⸗ meiner.
Die Schweizergarde war allen Franzoſen verhaßt; ſie ſahen in ihr die Erneuerung einer Sitte, welche ſchon vor der Revolution Uuzufriedenheit erregt hatte. Natürlicher Weiſe konnte der Anblick dieſer Truppen, welche beſoldet waren, um den König von Frankreich gegen die Franzoſen zu beſchützen, oder wie Andere es auslegten, um die Frei⸗ heiten derſelben unterdrücken zu helfen, Allen, welche die Tage der Revolution geſehen hatten, keine angenehme Er⸗ innerung erwecken. Und da Paris eben jetzt. ſich in einer Gährung befand, die ernſte Kämpfe vorzubereiten ſchien, ſo mußte es einem Manne von Deſormery's Geſinnung dop⸗ pelt unangenehm ſein, in ſeiner Tochter eine Neigung für einen Mann zu entdecken, in dem er einen Feind des Va⸗ terlandes ſah. Obgleich Deſormery ſich ungern über poli⸗ tiſche Meinungen ausſprach, weil er in ſeiner Stellung viele Verhältniſſe zu ſchonen hatte, ſo that er dies doch gerade gegen den Hauptmann, und ſchärfer als vielleicht ſeine Anſicht war, um demſelben begreiflich zu machen, daß
ern in ein näheres Verhältniß zu ihm trete. Dieſer
its hatte Ehre genug, ſeine Anſicht wenn gleich
Mäßigung zu verfechten und namentlich ſeine feſte
nhänglichkeit an die Pflichten ſeiner beſondern Stellung
auszuſprechen, durch die er freilich nur dem Könige von
Frankreich, nicht den Inſtitutionen dieſes Landes verpflich⸗ tet war.
„Was bringen Sie Neues mit, Herr Hauptmann?“ fragte Deſormery.„Wie gehen die Wahlen?“
„Nach den ſo eben eingetroffenen Nachrichten bleibt das Verhältniß derſelben ganz ſo wie dieſen Mittag.“
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