Teil eines Werkes 
14. Band = Neue Folge, 1. Band, Algier und Paris im Jahre 1830 : 2. Theil (1846)
Entstehung
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ſeinen Töchtern ſich zum Empfang der Reiſenden an dem⸗ ſelben einfanden.

„Endlich, nach ſo langen Jahren ſehen wir uns wieder!“ rief Deſormery aus, indem er Frau von Clermont hülf⸗ reiche Hand beim Ausſteigen bot.„Endlich! Kaum hätte ich geglaubt, es noch zu erleben!“

Frau von Clermont war durch vielfache Erinnerungen tief bewegt und vermochte auf den herzlichen Gruß, den ihr Oheim mit einer Umarmung begleitete, im erſten Au⸗ genblick nichts zu erwidern. Ihre Thränen floſſen ſanft; ſie verhüllte ſich das Angeſicht mit ihrem Tuch. Nach eini⸗ gen Augenblicken ſprach ſie:„Lange Jahre liegen freilich zwiſchen heut und damals! Dennoch iſt mir jene vergangene Zeit ſo gegenwärtig, wie die Begebenheiten von heut und

geſtern!—— Laſſen wir das. Sehen Sie hier meine Tochter Leontine und dort ihren Bräutigam, Herrn von Tracy.“—„Willkommen! herzlich willkommen!“ rief der

wohlwollende alte Herr von Deſormery.„Doch gehen wir hinauf. Marie, Louiſon, helft ein wenig. Es ſind meine Töchter; oben in Ihrer Wohnung ſollen ſie Ihnen vorge⸗ ſtellt werden. Bei dieſen Worten führte er Frau von Clermont die Treppe hinauf, während die beiden jungen Mädchen, von denen die jüngſte kaum ſiebzehn Jahre zäh⸗ len mochte, Leontinen begrüßten und ſich thätig zeigten, ihr beim Ausräumen des Wagens behülflich zu ſein.

In wenigen Minuten war man eingerichtet. Deſormery hatte ſeine Nichte in ihre Zimmer geführt und ließ ihr ſeine Töchter zur erſten Hülfsleiſtung.

Hierauf nahm er Adolph bei der Hand und begleitete auch dieſen in die für ihn in Bereitſchaft gehaltene Woh⸗ nung, welche in demſelben Hötel ein Stockwerk höher lag.

Eine kurze Zeit war hinreichend für die Frauen, um

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