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ſpäter doch ſelbſt mit unbeſiegbarer Kraft bricht; dann frei⸗ lich ſtrömt er über ſein Ufer und verheert die Länder, die er ſegnen könnte!“
Unter dieſem Geſpräch, das ſich während des Haltens und des ganz langſamen Vorrückens in der geſperrten Straße lebhaft fortgeſponnen hatte, war man bis an den Pont neuf gekommen. Jenſeit der Seine, in der Straße Montmartre befand ſich das Hötel, wo Frau von Clermont ihre Wohnung nahm.
Dicht neben derſelben lag das Haus ihres Oheims, des Herrn von Deſormery, in gewiſſer Hinſicht der Vor⸗ mund Leontinens und ihres Bruders, da er einen Theil ihres Vermögens, welches in Paris angelegt und nicht leicht anders zu verwenden war, verwaltet hatte. Jetzt war ein Zeitpunkt eingetreten, wo die Kapitalien großentheils frei wurden und über die fernere Beſtimmung derſelben ein Entſchluß gefaßt werden mußte. Da Eduard ſeiner Volljährigkeit nahe war, Leontine ſich verbinden wollte, wünſchte die Mutter, denſelben dieſen Theil ihres künftigen Beſitzes einhändigen zu können, und deshalb war ihr eine mündliche Beſprechung mit dem bisherigen Verwalter dieſer Kapitalien ſehr wichtig. Der Wunſch, zugleich ihn als einen nahen Verwandten wiederzuſehen und ſeine Familie kennen zu lernen, hatte ſie beſtimmt, den längſt gehegten Entſchluß, eine Reiſe nach Paris zu machen, ſo ſchnell aus⸗ zuführen.
Herr von Deſormery war von ihrer Ankunft benach⸗ richtigt, hatte ihr eine Wohnung dicht neben der ſeinigen einrichten und ihr die Nachricht deshalb auf einer der letz⸗ ten Stationen vor Paris zukommen laſſen.
Kaum hielt daher der Wagen vor dem Hauſe, als auch ſchon die Diener des Hötels und Herr von Deſormery mit


