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geſunden. Es gibt freilich insgemein keinen langweiligern und verdrießlichern Aufenthalt, als den im Qarantainege⸗ bäude; allein diesmal war er für Victor eine Zeit wahr⸗ haft paradieſiſcher Muße. Noch am Abend ihrer Ankunft ließ Capitain St. Clair, Victors genauer Freund, die drei Reiſenden durch ein Boot nach dem Quarantainegebäude hinüberführen; dort fand ihre Aufnahme keine Schwierig⸗ keit. Die Frauen bezogen ein Gemach mit einander, Victor wohnte auf demſelben Corridor ihnen gegenüber; den Gar⸗ ten, der, obgleich nicht groß, doch reizend am Meere gele⸗ gen war, benutzten alle geſunden Bewohner des Hauſes, die auf einem Schiffe mit gutem Geſundheitszeugniß an⸗ gelangt waren, zum gemeinſchaftlichen Spaziergange. Den⸗ noch war er nicht ſehr beſucht, weil kaum zehn Bewohner dieſer Klaſſe ſich im Quarantaingebäude befanden. Da⸗ her fehlte es an einſamen, traulichen Plätzen nicht, wo Eugenie und Victor das Glück ihrer reinen Liebe genoſſen und überſchwenglich ſüße Stunden mit einander zubrachten.
Es war fortgeſetzt Victors Geſchäft, ſeine Geliebte in ihrer Mutterſprache zu unterrichten, ſie mit dem Gebrauch von tauſend europäiſchen Kleinigkeiten, die ihre Neugier, ihr Erſtaunen erregten, bekannt zu machen. So verſtrichen den Zärtlichen die Stunden wie Minuten und faſt mit Bedauern ſahen ſie die ruhige Zeit des gegenſeitigen Ge⸗ nießens enden.
Die Frauen hatten dieſe Friſt auch benutzt, um ſich mit ſo Manchem auszuſtatten, deſſen ſie in Europa unumgänglich nö⸗ thig bedurften, wenn gleich in Afrika freilich alle Dinge dieſer Art Eugenien unbekannt geblieben waren und Betty gelernt hatte, ſie zu entbehren. Mit liebenswürdiger Beſchämung legte die holde Eugenie die europäiſche Tracht an; ſie erſchien
ſich darin ſo fremd, ſo ſeltſam, daß ſie fortwährend wähnte,
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