Teil eines Werkes 
14. Band = Neue Folge, 1. Band, Algier und Paris im Jahre 1830 : 2. Theil (1846)
Entstehung
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auf ſich, wenn Sie dem Geächteten beiſtehen, der den Blitz des Verderbens von ſich abzuwenden ſucht. Das beden⸗ ken Sie wohl! Vielleicht haben Sie mich in anderer Ver⸗ muthung an Bord genommen! Ich wußte nicht, daß mein Freund Ihnen mein Geheimniß vertrauen würde; Sie aber wiſſen jetzt und ſind alſo ſchuldig!

Vor meinem Bewußtſein nicht, Oberſt Clermont, erwiderte Capitain Durocher feurig, aber feſt.Ihr Han⸗ deln in Frankreich habe ich vor dem Geſetz nicht zu ver⸗ antworten; mein Vertrauen zu Ihnen bürgt mir, daß ich es vor meinem Gewiſſen kann. Wir finden uns öfter in dem Fall, nach einem höhern Geſetz in der Bruſt handeln zu müſſen, welches dem geſchriebenen Befehl widerſpricht. Sie haben ſich mir ganz gezeigt, wie Sie ſind; wol denn, eben ſo ganz nehme ich's auf meine Ehre und mein Ge⸗ wiſſen, die Bitte des Admirals in Betreff Ihrer dennoch zu vollziehen. Sehen Sie hier den falſchen Paß, vermit⸗ telſt deſſen ich Sie als Oberarzt in meine Schiffsliſte ein⸗ tragen kann. Thue ich's, ſo fällt die Verantwortung allein auf den Admiral zurück. Aber ich will meinen Antheil davon tragen und halte es für rühmlich.

Bei dieſen Worten hielt er das Papier über die Flamme der Lampe und verbrannte es.

Der Oberſt drückte ihm ſtumm die Hand.

Ich habe, fuhr Capitain Durocher halb ſcherzend fort,gewiſſermaßen wie Cortez die Flotte verbrannt, in der ich über den Ocean zurückſchiffen könnte. Wir ſind nun einig, Oberſt; ich ſetze Sie jetzt als Oberarzt Bernard in meine Schiffspapiere und mein iſt die Verantwortung, mein aber auch der Ruhm und der Stolz, einem Ehren⸗ manne wie Sie einen kleinen Dienſt erwieſen zu haben!

Das Auge des Oberſten leuchtete vor Freude.Frank⸗

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