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ich nicht!— Sie ſchenkten mir Ihr Vertrauen, ich habe Ihnen jetzt das meinige geſchenkt. Sie wiſſen nun, welche Waare Sie am Bord Ihres Schiffes führen.“. „Einen koſtbaren Edelſtein! Reines, unverfälſchtes Gold der Vaterlandsliebe und der Ehre, das wußte ich ſchon zuvor.“ —— Der Oberſt ſchien die Antwort nicht gehört zu haben. Er blickte düſter vor ſich hin.„Ihr Verhältniß, Capitain,“ ſprach er nach einigen Augenblicken des tiefſten Schweigens,„Ihr Verhältniß, wenn Sie einen Reuigen, Geflüchteten nach Frankreich zurückbringen, der die Gnade des jetzigen Königs erfleht, iſt ein anderes, als wenn Sie einen Mann an das franzöſiſche Ufer ſetzen, der es ſo be⸗ tritt, wie er es vor funfzehn Jahren verließ. Ich komme nicht als offener Feind der Bourbons, weil ich nicht die Macht dazu habe; ich wäre wahnſinnig zu nennen, wenn ich dieſe Rolle ſpielen wollte. Ich komme nicht als ein heimlicher Feind, weil es meiner Ehre nicht geziemt, Meu⸗ chelmord oder Verrath zu üben, oder Gift zu miſchen. Ich komme als ein Geächteter, der heimlich den verbotenen Strand des Vaterlandes betreten will, der nicht reuig ſein Schickſal in die Hand Derer zu legen gedenkt, welche die Macht haben, ſondern der eben das Glück, was man ihm raubte, zu erwerben trachtet. Die theuern Seinigen will er wiederſehen und ſie bewegen, mit ihm zugleich die Hei⸗ mat auf ewig zu verlaſſen. Wird er entdeckt, ſo wird ein Verbrecher ergriffen; er würde keine ſeiner Geſinnun⸗ gen verhehlen— und Sie würden ſein Mitſchuldiger ſein! Wiſſen Sie, was es heißt, einen Feind um ſeine Rache betrügen? Man wollte meinen Kopf, ich habe ihn gerettet; ſo raubte man mir wenigſtens die Heimat, zerriß jedes theure Band, welches das Herz an den vaterländiſchen Bo⸗ den feſſelt. Sie laden den ganzen Zorn des Mächtigen


