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hat durch eine kühne Unternehmung viel zu der raſchen Entſcheidung beigetragen.“
„Meine Ahnung betrog mich nicht,“ ſprach der Oberſt zu Giacomo,„es iſt der wackere junge Mann, den wir geſtern ſiegen und fallen ſahen. Mein Herr,“ fuhr er ge— gen den jungen Wundarzt fort,„ich kann Ihnen die Ver⸗ ſicherung geben, daß dieſer junge Mann die Schlacht wirk⸗ lich entſchieden hat. Es wäre traurig, wenn er ein Opfer ſeiner Tapferkeit würde. Iſt die Wunde gefährlich?“
Dabei heftete er die Blicke unverwandt auf das Antlitz des ſtill, ohnmächtig auf der Bahre liegenden jungen Kriegers.
„Zum Glück nein,“ antwortete der Wundarzt;„allein der ſtarke Blutverluſt hat den Kranken ſehr geſchwächt und ihm mehr eine große Ermattung als eine eigentliche Ohn⸗ macht zugezogen.“
Der Oberſt betrachtete, während die Soldaten noch be⸗ ſchäftigt waren, die Bahre wieder aufzunehmen, die Züge des Verwundeten noch immer unverwandten Blicks. Er las Etwas in denſelben, das ihn mit unbegreiflichen Banden zu ihm hinzog; Ahnungen ſtiegen in ihm auf, doch wagte er kaum ſie ſich ſelbſt zu geſtehen. Gewaltſam riß er ſich endlich los.„Leben Sie wohl, mein Herr, laſſen Sie ſich dieſen Kranken wohl angelegen ſein, das Vaterland würde, ſo ſcheint es mir, einen ausgezeichneten Mann in ihm ver⸗ lieren.“
Der Zug ſetzte ſeinen Weg fort, der Oberſt verfolgte
den ſeinigen nach der andern Seite. Aber unwillkürlich
ſtand er noch oftmals ſtill und ſah ſich lange nach der
Bahre um, auf welcher der Verwundete hinweg getragen
wurde.
„Dort liegt eine artige Barke,“ ſprach Giacomo und
zeigte auf einen leicht angeknüpften Nachen, in welchem ein 1


