Teil eines Werkes 
13. Band = Neue Folge, 1. Band, Algier und Paris im Jahre 1830 : 1. Theil (1846)
Entstehung
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auf, alle Geräthe zitterten, die Luft drückte plötzlich heiß und ſchwer und düſter und düſterer zog die Wolke des Schattens durch den Aether.

Es muß eine ungeheure Mine geſprengt pvorden ſein! rief der Oberſt aus. Und mit ſeinem Ruf zugleich ertönte das Angſt⸗ und Klagegeſchrei der Männer und Weiber von der Gaſſe und vom Hofe herauf; man hörte das Praſſeln niederſtürzender Werkſtücke und Balken und eine dichte, ſchwarze, mit gelben Streifen gemiſchte Nauchwolke wälzte ſich durch das Blau des Himmels dahin.

Der Oberſt eilte in das erſte Zimmer zurück, deſſen Fenſter nach einer andern Seite hinaus lagen. Kaum hatte er die Jalouſien geöffnet, als er auch ſchon den ganzen Himmel in Rauch und Qualm gehüllt erblickte, ſo daß es ſchien, als wolle es mitten am Tage Nacht werden. Noch ſtärker erſcholl hier der Angſtruf, der durch die Gaſſen von Algier ertönte.

Mitten in das Gefühl eines, wenn auch nur in der Seele Anderer empfundenen Schreckens, das Jeden bei die⸗ ſem furchtbaren Ereigniß ergreifen mußte, drängte ſich in das Herz des Oberſten die muthige Freude über einen ent⸗ ſcheidenden Schritt zum Siege, den das belagernde Heer gethan haben mußte. Seine Vermuthung ward ſchnell zur Gewißheit, denn mit fliegenden Haaren und gerungenen Händen ſtürzte Rebekka ins Gemach und rief:Herr, wir ſind Alle verloren! Das Kaiſerſchloß iſt in die Luft geſprengt! Halb Algier liegt in Schutt und Trümmern! Gütiger Gott Jehovah, errette dein Volk Mit dieſen Worten ſtürzte ſie betäubt auf den Boden nieder.

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