Teil eines Werkes 
13. Band = Neue Folge, 1. Band, Algier und Paris im Jahre 1830 : 1. Theil (1846)
Entstehung
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Giacomo war auf ſeine Weiſe gleichfalls in eine Art von Aufruhr der Freude gerathen.

Was das für ſchöne Schiffe ſind! Seht nur, mein Oberſt, wie gewandt ſich dort die Fregatte Aſtrolabe unter den Wind ſchmiegt! Das iſt ein Schiffchen, wie ein Schwan ſo ſtolz und doch ſo gelenkig theilt es die Wellen. Wenn ich dort guten Wind habe und Segel aufſetze, ſo ſoll mich die Möwe vom Lande her nicht einholen, wenn der Steuer⸗ mann gut iſt, verſteht ſich. Ein prächtig Wetter! Wir haben Weſt⸗Süd⸗Weſt! Wie luſtig der Wind mit den Wimpeln ſpielt. Es iſt eine Freude, ſolche Schiffe zu ſehen, nicht wahr, Herr?

Der Oberſt lächelte und nickte, ohne zu ſprechen. Bald darauf fragte er:Wer führt die Flotte?

Vice⸗Admiral Duperré, mein Oberſt!

Duperre? O Gott! Iſt's möglich! Alſo doch noch ehrenvolle Männer an der Spitze eines franzöſiſchen Heeres! Duperre, mein Freund! O, nun iſt mir wieder wohl, nun ſchlägt mein Herz wieder ganz froh und freudig!

Giacomo wollte ſo eben antworten, als ſich plötzlich die Nacht eines breiten ſchwarzen Schattens mitten durch die heitere Luft und über die Flut hinſtreckte. Es ſchien, als ſei die Sonne in einem Augenblick völlig erloſchen, wäh⸗ rend doch der äußerſte Rand des Meeres und die entfern⸗ teren Schiffe im hellſten Lichte blieben.

Was iſt das? fragte der Oberſt und blickte Giacomo erſtaunt an, der eben ſo betroffen ausſah. Aber noch ehe einer von Beiden eine Vermuthung äußern konnte, wurde ihnen das Räͤthſel gelöſt. Denn urplötzlich hallte ein furcht⸗ bares Krachen durch die Lüfte, als wenn tauſend Kanonen zugleich ihren donnernden Schlund geöffnet hätten. Das Haus bebte in ſeinen Grundfeſten, die Thüren ſprangen