Teil eines Werkes 
13. Band = Neue Folge, 1. Band, Algier und Paris im Jahre 1830 : 1. Theil (1846)
Entstehung
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heftig auf Giacomo zuging und ihn bei der Hand ergriff. Freund, jetzt fange ich an, Wunder zu glauben, und gleich Dir zu vermuthen, es ſei mir noch etwas Gutes oder Glückliches beſtimmt. Dieſes Kleid iſt daſſelbe, wel⸗ ches ich trug, als ich in die Gefangenſchaft der Corſaren gerieth. Es iſt vielleicht koſtbarer, als Du glaubſt; haſt Du ein Meſſer?

Ja wohl, erwiderte Giacomo und reichte ſein Taſchen⸗ meſſer eiligſt hin.

Der Oberſt ergriff es und ſchlitzte ſogleich das Unter⸗

futter und den Tuchbeſatz in der Bruſt des Ueberrocks auf. Wahrlich! Es hat Niemand den Schatz entdeckt, rief er froh;o nun iſt für unſer Fortkommen geſorgt! Sieh her! Als ich vor funfzehn Jahren mein Vaterland verließ, hatte ich einen bedeutenden Theil meines Vermögens in engliſchen Banknoten in dieſen Ueberrock ſelbſt eingenäht. Hier ſind ſie unverſehrt! Iſt's möglich! Das iſt ein Glücksfall! rief Giacomo erſtaunt. Ja wol, denn dies ſchafft uns die Mittel, von hier zu entkommen, auch wenn wir noch Wochen und Monden hier eingeſchloſſen zubringen müßten.

Giacomo war vielleicht noch froher über das Glück ſei⸗ nes neuen Gebieters, denn dafür hielt und dazu machte er ihn, als jener ſelbſt, dem in dieſem Augenblick Reichthum nur als eines der geringſten Güter der Erde erſcheinen mußte. Sorgfältig wurden die Papiere wieder verſteckt und der Oberſt eilte ſich umzukleiden, wobei Giacomo ihm die Hülfe eines gewandten Dieners leiſtete. 4

Sie waren kaum damit fertig, als Rebekka, die Tochter Rahels, erſchien und die Mahlzeit auftrug. Sie beſtand in einem Stück Schöpſenfleiſch, in Brot, Käſe und Früchten.