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ohne zu finden, was er brauchen konnte. Baruch zog un⸗ ermüdlich ein Wamms nach dem andern hervor und pries es an. Endlich nahm er aus dem Grund des Korbes eine Art von militairiſchem Ueberrock heraus.„Hier, mein Herr! Noch ein ſaubres Kleid, fein, mit blanken Knöpfen, freilich ein wenig angelaufen, auch ein wenig von den Motten zerfreſſen, denn es liegt mir ſchon etwas lange auf dem Lager. Aber doch brauchbar und für Eure Geſtalt wie zugeſchnitten.“
Kaum hatte der Oberſt einen Blick darauf geworfen, als er eilig rief:
„Das behalte ich, gebt her.“ Er langte ſo haſtig da⸗ nach, in ſeinen Zügen war eine ſo ſeltſame Bewegung zu bemerken, daß ſie keinem der Anweſenden entging.
„Gottes Wunder! der Rock gefällt Euch, Herr?“ fragte Baruch.
„Er fällt mir auf, weil er das Anſehen eines franzöſi⸗ ſchen Uniforms⸗Ueberrocks hat. Ich wähle ihn aus. Legt nur die andern Kleider hinweg. Indeß laßt jene zwei Paar Beinkleider von Linnenzeuge auch hier.“
Giacomo beſah den Ueberrock und ſprach:„Wahrhaftig, ganz der Schnitt, wie ihn die Offiziere der Landarmee tra⸗ gen, nur ein runder Kragen und keine Abzeichen. Das Ding gleicht einem Jagdkleide.“
Baruch ſchien darauf zu warten, daß der Oberſt ihn nach dem Preiſe fragen ſolle, allein dieſer ſeinerſeits zeigte ſich ungeduldig, das jener noch nicht gehe. Er packte da⸗ her ſeinen Kleidervorrath zuſammen und verließ nebſt ſeiner Rebekka das Gemach.
„Vergeßt die Mahlzeit und das Bad nicht,“ rief Gia⸗ como ihnen nach. Kaum hatten ſie das Gemach verlaſſen, als der Oberſt


