zwolf Stunden ins Innere des Landes hinein, wo er in
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wol eine abgelegene Kammer finden, damit ich Euch nicht läſtig falle.“
„Ich denke“ entgegnete der Oberſt mit gerührter Freund⸗ lichkeit,„da Du bei unſern Abenteuern, im Gefängniß, ja auf der Richtſtatt mein Gefährte geweſen biſt, ſo wirſt Du mich jetzt nicht verlaſſen wollen. Nein, lieber, redlicher Freund, von nun an, denke ich, bleiben wir beiſammen.“
„Ich wollte, ich dürfte Euch niemals verlaſſen, Herr!“ rief Giacomo aus und ergriff die dargebotene Hand.„O, Ihr glaubt nicht, wie froh ich über Eure Rettung bin. Gott hat uns ſichtlich beigeſtanden. Ihr ſeid gewiß noch zu etwas ganz Beſonderem beſtimmt!“
Der Oberſt lächelte.„Wunderbares und Seltſames habe ich zur Genüge erfahren; vielleicht ſoll ich deſſen noch mehr erleben. Daß es aber ein beſonderes Glück wäre, was mir bevorſtände, dazu, geſteh' ich, habe ich keine ſonderliche Hoffnung, obwol die heutigen Erlebniſſe mir das Gefühl einer waltenden, ſchützenden, liebreichen Vorſicht doch mäch⸗ tig erneuert haben. Freilich, was ich bisher erduldete, war
ucht geeignet, dieſe Empfindungen zu erwecken.“
„Ihr habt wol viele unglückliche Schickſale erlebt, mein Oberſt? Aber wie ſeid Ihr nur hier nach Algier gerathen? Ihr müßt lange hier ſein, da Ihr die Landesſprache ſo ge⸗ läufig redet.“
„Funfzehn Jahre ſind es nun! Funßzehn lange, kum⸗ mervolle Jahre! Ich befand mich auf einem amerikaniſchen Schiff, um eine Reiſe nach New⸗York zu machen. Nahe bei Gibraltar überfielen uns algieriſche Kaper, ich wurde zum Gefangenen gemacht, von lieben Angehörigen getrennt, nach Algier geführt und dort als Sklave an den Vater eben jenes Abukan verkauft. Er führte mich nach Belida,
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