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Reiter heran; einer ſchwingt den Säbel über das Haupt der angſtvoll Aufſchreienden. Da faßt ein muthiger Arm den ruchloſen Verbrecher, reißt ihn zurück und vom Sattel herab. Ein junger Offizier war es, der die dreiſte, wackere That verübte. Er ſpringt vom Pferde, das Geſchick des hülfloſen Kindes erbarmt ihn, er nimmt ſich ſeiner an und hebt es, als ein Blick auf die Gefallenen ihn überzeugt, daß ihr Leben entflohen ſei, auf ſein Pferd.— Der Retter nannte ſich Clermont; er brachte das Kind zu einer Ver⸗ wandten im Innern Frankreichs. In kurzer Zeit endete mit Robespierre's Tode der Terrorismus; die Verkannten kamen wieder zu Ehren, unter ihnen auch der Vater der hülfloſen Waiſe. Sdiee ſelbſt kehrte mit ihrer Pflegerin nach Toulon zu⸗ Lück, wo ſie als Erbtheil jenes reizend gelegene Landhaus am Meere in Beſitz nahm. Nach drei Jahren gab ſie ih⸗ rreem Retter, in dem die milde Wärme des Erbarmens ſich zur reinen Flamme der innigſten Liebe entzündet hatte, das Jawort als Braut.— Doch die Stürme des Krieges ſchüttelten ihn noch lange hin und her, und abermals ver⸗ ſtrichen drei Jahre, ehe ſie die Seinige wurde. Damals bändigte der mächtige Herrſchergeiſt zwar das entfeſſelte Frankreich und ſtellte die bürgerliche Ordnung und Sicher⸗ heit wieder her; wer hätte aber in jenen Tagen die Ruhe eines ungeſtörten häuslichen Glücks genoſſen? Es war die Zeit der Thaten; wer ſich nicht daran erheben konnte und ſelbſt kräftig mitwirkend aufzutreten vermochte, der wurde freilich durch den gewaltigen Strom ohne Wahl fortgeriſſen und erſchien ſich überall nur unglücklich, weil er ſich vom bloßen Dulden nicht zum Handeln, oder doch zu Geſin⸗ nungen erheben konnte, die die Zeit und ihre Größe, ja Herrlichkeit für Frankreich erkannten.
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