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Die Uebergabe Toulons an die Engländer machte dieſen
Tagen der Angſt ein Ende, denn man hatte die Unglück⸗
liche als eine Ariſtokratin verfolgt, wie denn damals die Freiſinnigſten und Beſten mit dieſem Namen der Schande und des Verbrechens bezeichnet wurden. Allein bald brach eine neue Schreckenszeit heran. Die Belagerung begann; wie Jedermann weiß, ſo vortrefflich geleitet, daß die Stadt bald in den Händen der Republikaner war. Die Englän⸗ der zündeten die franzöſiſche Flotte und das Arſenal an und flüchteten. Die unglücklichen Einwohner, denen von allen Seiten das Verderben drohte, ſaßen auf ihren Hab⸗ ſeligkeiten am Ufer des Hafens und warteten auf die Böte, in denen man ſie zu retten verſprochen hatte. Da ſchlugen die Bomben der Belagerer unter die Maſſe; ein Theil der Geängſteten ſuchte die ſchon abgegangenen Böte ſchwimmend zu erreichen und ſtürzte ins Meer, ein anderer Theil flüch⸗ tete zurück in die Stadt und verbarg ſich in den Kellern und auf den Böden der Häuſer. Die Galeerenſklaven hat⸗ ten ſich befreit und durchtobten rachedrohend mit den raſſelnd nachſchleppenden Ketten die Gaſſen. In dieſem Getümmel, in dieſer Todesangſt, wo ſollten Frauen eine Zuflucht finden? An der Hand ihrer Mutter, von der ſchon todesmatten alten Dienerin gefolgt, flüchtete auch das zwölfjährige Mäd⸗ chen durch die Straßen, wohin eben der Strom der Menge ſie trieb. Da tönten ihnen plötzlich Trommeln und Pfeifen entgegen; es war ein Theil der einrückenden Sieger. Die wilden Banden, deren eigene Grauſamkeit und Zügelloſig⸗ keit noch durch blutdürſtige Befehle einen Stachel erhielt, feuerten mit unmenſchlicher Luſt auf die Schlachtopfer⸗ Eine Kugel ſtreckt die Wärterin zu Boden, eine zweite trifft die Mutter ins Herz. Das unglückliche Kind wirft ſich händeringend neben den Leichnamen nieder; es ſprengen
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