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auf die glänzenden Segel der näher und näher herankom⸗ menden Aventure. Leontine ſtieß den in Gedanken verſun⸗ kenen Bruder leiſe an und deutete nach dem Schiffe.— „Bei Gott, es iſt Zeit!“ rief dieſer und ſtand auf, um das Anſpannen des Wagens zu befehlen.
In wenigen Minuten rollte er den Weg nach der Stadt dahin, nachdem Leontine ihm noch tauſend Grüße für den Geliebten und einen herzlichen Schweſterkuß für den Lie⸗ besdienſt mitgegeben hatte.
Zweites Capitel.
Es gibt wol wenige Menſchen in Frankreich, die in den letzt verfloſſenen funfzig Jahren geboren ſind, deren Schickſale nicht eben ſo weit von den gewöhnlichen Ereig⸗ niſſen des Lebens abgewichen wären, als die ganze Zeit ſich mit kühnerem Schwunge bewegte. Denn Alle haben ſie mehr oder minder die Wirkungen des anfangs ſo hell leuch⸗ tenden, nachher ſo blutigen Meteors der Revolution er⸗ fahren.
Auch Frau von Clermont gehörte zu dieſen. Sie war aus Toulon gebürtig. Ihr Vater, ein gemäßigter Re⸗ publikaner, ein wahrer Freund des Vaterlandes, hatte in dem blutigen Jahre 1793 auf der Gulllotine das Leben verloren; ihre Mutter ſollte einen gleichen Tod ſterben, allein ſie flüchtete, zeitig gewarnt, bei Nacht mit ihrer da⸗ mals zwölfjährigen Tochter und hielt ſich eine Zeit lang in der Wohnung einer getreuen alten Dienerin verborgen


