Teil eines Werkes 
13. Band = Neue Folge, 1. Band, Algier und Paris im Jahre 1830 : 1. Theil (1846)
Entstehung
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leicht in wenig Wochen beendet iſt! Aber, Mutter, Du ſiehſt ſo ernſt, ja Du weinſt?

Mein Sohn, entgegnete Frau von Clermont mit ſanfter Würde,auch Frauen ſind für die großen Ereigniſſe der Welt empfänglich. Du weißt, ich habe manch ernſtes und ſchweres Geſchick erfahren. In dieſem Augenblick ſtieg die Zeit des Glanzes, die unſer Vaterland erlebt hat, mit mächtiger Erinnerung in mir auf. Und eben fiel es mir ein, daß heute der neunzehnte Mai iſt. Heute vor zweiunddreißig Jahren ſah ich von dieſer ſelben Stelle aus, als ſiebzehnjähriges Mädchen, als Braut, wie Du, meine Leontine, das Heer abſegeln, das Ägypten eroberte. Und Euer Vater war dabei! O, es war ein großer Augenblick und die Erinnerung daran würde mir Thränen ins Auge drängen, auch wenn ſich nicht bei dem Gedächtniß jedes ruhmwürdigen Ereigniſſes aus Frankreichs Heldenzeit das düſtre Bild von dem ſchreckenvollen Ausgang auch meines Glückes mir vor die Seele drängte. Der neunzehnte Mail Wie achtlos hätte ich faſt den Tag vergeſſen! Ja, Kinder, damals bewegte ſich ſelbſt uns Frauen das Herz anders. Niemand wußte zwar, wohin die koloſſale Unter⸗ nehmung ihren Lauf richten werde, aber Jeder ahnte etwas Großes, Kühnes, Unerhörtes. Denn der Held, dem alle Herzen in glühender Begeiſterung entgegenſchlugen, der ge⸗ waltige Mann, der kaum in den erſten Jahren der Jugend ſchon den Völkern und den Königen Geſetze gab und die glänzendſten Namen unſerer Geſchichte an Ruhm über⸗ ſtrahlte, ſtand an der Spitze. Und welche Männer umga⸗ ben ihn, die nachher die Welt mit ihrem Kriegsruhm erfüllten! Der Herkules des Krieges, Kleber; der Epa⸗ minondas Frankreichs, Deſaix; der ritterliche Murat, der jugendliche Held Eugen Beauharnois, der ſcharf⸗

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