die Treppe hinab. Das war ſeltſam! Ich höre flüſtern, Hausſchlüſſel wird leiſe umgedreht— Hm, was ſoll das?
Andern Morgens erfuhr ich vom Kellner:„Der Herr, der geſtern ſo viel Geld gewonnen hat, iſt in der Nacht plötzlich davongegangen, und unſer Stubenmädchen Liſette auch! Am Schützenhauſe hat eine Poſtchaiſe gehalten. Der Poſtillon hat erzählt, ein Herr und eine Dame ſeien um eilf Uhr eingeſtiegen, er hat ſie bis Quedlinburg gefahren. Was meinen Sie? Ob das wol eine Entführung war?“
Ich biß mich nur auf die Lippen und ſprach:„O Teu⸗ fel! ich verſtehe!“
Nanny's Erzählung. Wiedersehen. Lockspeise.
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Was iſt das für böſes Wetter geworden! Wie jagt der Wind die ſchwarzen Wolken über das Thal, wie ſchlägt der Regen gegen die Fenſter! Glückliche Fahrt, Herr Student, mit der Mütze voll Louisd'or und dem hübſchen Mädchen an der Seite! Hätten Sie das geſtern geahnet, als Sie auf der Kanzel ſtanden, und— wie denn die Herren Kan⸗ 5 zeltedner pflegen— der würdigſte, friedlichſte, edelſte unter den Menſchen Ihnen immer noch als ein ſchwarzer Sünder erſchien, der nur durch die ewige Gnade und Barmherzig⸗ keit eingehen könne in das Himmelreich! Es iſt etwas Herz⸗ brechendes um ſo eine Predigt! Aber es iſt auch etwas Herzbrechendes um ſolch ein Wetter! Nun bald Mittag und ſo dunkel wie nach Sonnenuntergang!


