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ſpielte unglücklich; er zeigte Arger, aber keine Verzweiflung. Es zog mich etwas, wie eine Art Wahlverwandtſchaft, zu ihm hin; leiſe fragte ich den Kellner, der mir ein Glas Biſchof brachte:„Kennen Sie den Herrn dort im blauen Oberrock?“
„O ja, das iſt Herr aus*.,
„Wie? Der Buchhändler?“ rief ich überraſcht. 1
„Derſelbe!“ erwiderte der Kellner.
„Mehrere Autoren Deutſchlands! Euer ſaurer Schweiß, in Silber verwandelt, wurde hier mit ſaurem Geſichte ver⸗ loren; aber ſehr viel ſchneller, als Euch der Erwerb wurde.“
Indeſſen mußte ich wieder einmal ſetzen, um doch den Anſchein eines Spielers zu haben. Ich gewann. Ein zwei⸗ tes Mal; ich gewann wieder; abermals; ich gewann noch⸗ mals. Man fing an, meinem Satze zu folgen. Plötzlich berührte mir etwas die Hand; es war nicht kalt, nicht heiß, aber es zuckte mir dabei elektriſch durch alle Glieder. Ich wandte mich und ſah halb hinter, halb neben mir einen feingekleideten Mann mit ſcharfen Zügen ſtehen.„Sie ha⸗ ben eine recht glückliche Hand, Sie ſollten höher ſpielen,“ ſprach er leiſe. Die Mienen kamen mir ſchauerlich bekannt vor; ich ſtarrte ihn an, ſein Geſicht war ganz tief ih m Schatten.„Mein Herr,“ fragte ich,„ſollte ich nicht dee Ehre haben?“ 1
„O gewiß, wir kennen uns, aber Ihr Gedächtniß iſt ſchlecht! Wollen Sie nicht hoch ſetzen?“ Dabei lächelte er auf eine Weiſe, daß es ihm für einen Reiſepaß gelten konnte.
Jetzt fiel mir's wie Schuppen von den Augen; ein kal⸗ ter Schweiß rieſelte mir über den Nacken. Daher die Spuk⸗ bilder, der bläuliche Dunſt! Alſo hier mußte ich ihn wie⸗


