Teil eines Werkes 
5. Band (1843) Sagen und romantische Erzählungen / von Ludwig Rellstab
Entstehung
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kaufte! Der Jude glaubte, er habe mich betrogen, doch ich behaupte, niemals einen beſſern Handel gemacht zu haben.

Aber es iſt finſtere Nacht draußen, und raffe ich mich jetzt nicht auf, um nach Alexisbad zu gehen, ſo hängt ſich noch ein ganzes Erzgebirge an dieſe Erzſtufe, die ſchon viel zu groß iſt.

Nacht-Intermezzo.

Es war ganz finſter! Der Herbſtwind ſauſte in den alten Buchen. Aber Nanny hatte doch ihr Mäntelchen um⸗ geworfen und wollte mit, um die Nacht drunten in Alexis⸗ bad bei der Muhme zu ſchlafen und morgen, am Sonntage, zeitig im Badehauſe zu ſein, wo jetzt, da die Badegäſte fort waren, die Hüttenbeamten, die Förſter, die Harzgeroder und das ganze fröhliche Völkchen der Umgegend im großen Saale tanzen wollten. Da durfte Nanny nicht fehlen.

Sie hing ſich in meinen Arm und rief meinem Führer, der den Weg mehr vermuthete als wußte, zu:„Ich werde Euch ſchon führen! Hundertmal bin ich bei Tag und Nacht. den Weg gegangen.“

Ein herrlicher Spaziergang, denkt der Leſer, Nachts im Walde mit dem hübſchen Mädchen! Geht doch! Mädchen! Sie iſt ein Kind! Aber ein unbeſchreiblich anmuthiges. Ich bin ſtolz darauf, daß ſie mich ſo lieb gewonnen hat!

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