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im Walde. Der alte Bergmann ſtand an die Eiche gelehnt, wo Robert geſchworen.
„Du biſt pünktlich, das iſt wacker,“ ſprach der Greis; „nun gedenke Deines Schwures. Bis jetzt haſt Du ihn männlich gehalten. Befolge treu, was ich Dir geſagt, ſonſt iſt die Mühe umſonſt und es würde Dir außerdem zum furchtbaren Unheil gerathen, von dem keine menſchliche Macht Dich erretten könnte!“
Robert antwortete nichts; ſein Herz ſchlug, ſeine Kniee zitterten.
„Nach Norden!“ ſprach der Alte und wendete ihn an den Schultern gegen Mitternacht.„Keinen Blick zurück, kein Wort geſprochen.“
Robert ſchritt vorwärts; er wußte nicht, ob der Greis ihm folge oder nicht. Es war todtenſtill um ihn her, noch finſterer als geſtern, kein Laub, kein Grashälmchen regte ſich, man hätte die Eidechſe im Graſe raſcheln hören.
Kein Leuchtwurm zeigte ſich, weder fliegend, noch im Graſe ſitzend. Da war es Robert, als ginge Jemand hin⸗ ter ihm, er hörte Schritte, es athmete ſchwer, faſt gewalt⸗ ſam zog es ihm den Kopf zurück, doch er ermannte ſich und ging vorwärts. Der Angſtſchweiß trat ihm auf die Stirn. Es murmelte dicht neben ihm, mit tiefer, ſchauer⸗ licher Stimme; etwas Kaltes ſtreifte an ſeine Wange; die Sinne vergingen ihm faſt; er lief raſtlos weiter, immer nordwärts, einem trübröthlichen Sterne nach, der tief am Horizont durch die Zweige ſchimmerte und ihm von Anbe⸗ ginn zum Zielpunkte gedient hatte. Jetzt lachte es ſpöttiſch hinter ihm, dann klang es wie Achzen; das Grauſen ſträubte ſein Haar hoch empor. Endlich verging ihm der Athem, er wollte ſtill ſtehen; da ſchien es ihm, als ob der trübe Stern vor ihm ſich bewege. Er täuſchte ſich nicht.


