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den grünen Bergen heimlich und zutraulich eingeſchloſſen ſind. Am liebſten aber weile ich an dieſem Brunnen, den ich auf wunderbare Weiſe kennen gelernt.
Drittes Capitel.
„Ich hatte mich einſt im Walde verirrt, und war er⸗ ſchöpft unter einer alten Kaſtanie eingeſchlummert. Nach eini⸗ ger Zeit erwachte ich, von einem brennenden Durſt gequält, und gewahrte mit Schrecken, daß die Sonne ſich ſchon zum
Untergang neigte. Ich war ſo ermattet, daß ich kaum
gehen konnte. Plötzlich hörte ich die Blätter rauſchen; ich blickte auf und glaubte einen Wolf zu ſehen, der ſich auf⸗ gebäumt hatte und den Rachen über die Gebüſche hinaus⸗ ſtreckte. Erſchreckt ſprang ich zurück; allein wie erſtaunte ich, als ich eine hohe Frau zwiſchen den Bäumen hervor⸗ treten ſah, auf deren Schulter ein Mantel von Wolfsfell durch eine goldene Spange zuſammengeknüpft war. Ihr Haupt war mit dem Kopfe des Wolfsbalges bedeckt, in der Hand hielt ſie einen Bogen und auf dem Rücken hing ein Köcher mit goldenen Pfeilen. Das lange ſchwarze Haar fiel ihr über den Buſen und Nacken herab, das ſilbergraue Gewand umſſchloß ein blitzender Gürtel, und an einer reichen Kette hing ein blutrothes Herz, von einem Pfeil durchſtochen,
auf die linke Bruſt herab. Ich war erſtaunt und erſchreckt,
denn die große, ſchöne Frau glich einem grauen Nebelgebilde, durch welches an einzelnen Stellen die Sonnenſtrahlen leuch⸗
tend hindurchbrechen. So quoll ſie auch gleichſam aus dem 1*△


