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dem Born auf den blumigen Raſen zu werfen. Aber plötzlich feſſelte ſeinen Fuß der reizendſte und überraſchendſte Anblick. Auf einer Moosbank, die ſich an den Fels lehnte, ruhte, vom Kaſtaniengebüſch kühl umſchattet, ein kaum er⸗ blühtes Mädchen und ſchlummerte. Bernhard wagte kaum zu athmen, um die liebliche Geſtalt nicht zu erwecken, aber es zog ihn unwiderſtehlich zu ihr hin. Leiſe trat er näher, ſetzte ſich zu ihren Füßen nieder und blickte ihr in das holde, ruhige Antlitz. Das blonde Haar hing ihr lockig über die zarte Hand, die ihr das Haupt ſtützte, und der ſchwellende Arm ruhte glänzendweiß auf dem dunkeln Mooſe, in wel⸗ ches er ſich wie in ein Kiſſen halb hineingedrückt hatte. Ein weißes, ſchimmerndes Gewand verhüllte die ruhende Geſtalt leicht und faltig. Die Linke hielt noch bewußtlos eine wilde Roſe; andere Waldblumen, die der Entſchlum⸗ merten entfallen waren, lagen auf dem Raſen. Bernhard glaubte zu träumen, aber ihm war, als ſei er auf eine In⸗ ſel der Seligen verſetzt worden. Wie er die holde Schlum⸗ mernde mit Entzücken betrachtete, bemerkte er, daß ihre Hand auf dem Mooſe nach und nach ausgleitete. Er ſah den Augenblick kommen, wo das ſchöne Haupt fallen und ſich an einem hervorragenden Felsſtück verwunden könnte. Er⸗ ſchreckend wollte er leiſe den Stein hinwegräumen; aber plötzlich glitt die Hand des Mädchens aus, der ſchöne Nacken ſank herab und ruhte in Bernhards Arm. Von der Be⸗ wegung war das liebreizende Weſen erwacht. Sie blickte ihn, noch halb träumend, mit tiefblauen, verwunderten Augen an, als könne ſie ſich nicht beſinnen, aber ſchreckte dann plotzlich beſorgt und zitternd in die Höhe.„Fürchte nichts, ſüßes Mädchen,“ bat Bernhard leiſe;„ſieh, Du warſt in Gefahr, Dich an dem Fels zu verwunden, darum hielt ich Deinen Fall mit meinem Arm auf.“ Das Mäd⸗


