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Auflöſung unſers Verhältniſſes mochte ihr auch ſelbſt lieb ſein. Jetzt aber nehme ich doch Antheil an ihrem Schickſal, und mehr noch an dem unſers Kindes. Denn, warum ſollte ich's Hehl haben, daß ich der Vater bin? Ich werde es nie⸗ mals verleugnen. Schon jetzt hätte ich Aliſetten die Sorge dafür abgenommen— denn das kleine Weſen muß anders erzogen werden, als ſeine Mutter es vermag—, wenn es nicht, ſo lange der Feldzug dauert, am beſten in ihrer Obhut geblieben wäre. Einer weiblichen Pflege bedurfte es doch, und ſo war die Mutter immer die Nächſte. Ich verſchaffte ihr daher in Moskau Wagen und Pferde und gab ihr reichliches Reiſegeld. Jetzt aber wird dergleichen freilich Alles unzurei⸗ chend; ſeit den erſten Tagen des Ausmarſches iſt ſie mir nicht zu Geſichte gekommen; es mag ihr am Ende übel ge⸗ hen. In der Gefangenſchaft drüben hatte ich ſo meine eigenen Gedanken darüber, die man freilich, bevor die Noth des Lebens kommt, zumal hier in dem Kriegsgetümmel nur zu leicht vergißt. Jetzt ſoll es aber mein Erſtes ſein, mich um ſie und um das Kind zu kümmern, denn ich bin inſo⸗ fern verantwortlich dafür, als ich ſie beſtimmt habe, mir nach Rußland zu folgen. Ihr, meine Freunde, werdet mir gewiß Euren Beiſtand dabei nicht verſagen.“
Boleslaw ſchwieg in peinlicher Verlegenheit, denn er empfand es zu tief, wie Jaromir durch die Erzählung der Wahrheit erſchuttert werden würde; doch das Kind war am Leben, war ſogar in der Nähe, und dies mußte der Vater, der die Sorge dafür übernehmen wollte, erfahren. Es war ihm daher ſehr willkommen, daß Jaromir, durch das Ge⸗ ſpräch von ſeinen ſchon vorher mächtig geweckten Erinnerun⸗ gen zu heftig bewegt, aufſtand und mit haſtigen Schritten den Platz verließ, um ſeine Erſchütterung zu verbergen.
„Hm! das thut mir leid,“ ſprach Regnard, der die 2*


