Teil eines Werkes 
4. Band, 1812 : ein historischer Roman : 4. Theil (1843)
Entstehung
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Straße, zu umgehen. Leiſe bricht er mitten in der Nacht auf, läßt aber ſeine Feuer zurück. Mit angehaltenem Athem und behutſamem Schritt zieht er ſich durch die Schneefelder an der langen ruſſiſchen Linie dahin. Da tritt der Mond, als ob in dieſem Lande uns alle Kräfte der Natur feindlich geſinnt wären, urplötzlich hinter ſchwarzen, düſtern Wolken hervor und beleuchtet die Schneefläche mit vollem Glanz. Die Unſrigen ſehen die Ruſſen ſo deutlich vor ſich, daß ſie auch von dieſen ſo klar wie am hellen Tage bemerkt werden müſſen. Selbſt dem Tapferſten fällt hier der Muth. Eine ruſſiſche Schildwache ahnet, was vorgeht; ſie ruft an. Und jetzt war Frankreichs edelſter Feldherr, der Stolz des Heeres, jetzt waren die tapferſten Krieger unwiederbringlich verloren, wenn nicht ein Pole ſie rettete. Obriſt Kliski

Ha! wackerer Landsmann! unterbrach Raſinski den Erzähler mit leuchtenden Augen, denn er ahnete bereits den Zuſammenhang.

Obriſt Kliski ſprengt, ohne ſich einen Augenblick zu beſinnen, vor und ruft dem Ruſſen mit gedämpfter Stimme zu:Wahnſinniger! Wirſt Du ſchweigen! Siehſt Du nicht, daß wir von Ouwarow's Corps ſind und uns dem Feinde in den Rücken ſchleichen?

Der Soldat, der ſeine Landesſprache hört, ſteht gefeſ⸗ ſelt ſtill. Mehrere Kameraden, auch einige Offiziere, die die Worte gehört haben, treten näher und bieten einen guten Abend. Kliski hält ſtill, ſpricht mit ihnen leiſe aber freund⸗ ſchaftlich, erſucht ſie, die Koſacken zurückzuhalten, damit ihr Vorwitz kein Unheil anrichte, und wartet ſo, mitten unter den Feinden, bis er ſieht, daß die Unſrigen freie Bahn ge⸗ wonnen haben. Jetzt ſprengt er ihnen nach, und in der nächſten Stunde iſt die Rettung vollendet.

Naſinski hatte männliche Thränen der Freude im Auge,