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beſtanden? Wie verhielt es ſich damit?“ fragte Raſinski beſorgt.
„Ich ritt,“ begann Regnard ernſter,„an der Seite des Prinzen; wir überließen uns unſern düſtern Gedanken, die durch die traurige Umgebung ringsher immer neu erweckt wurden. Etwa zwei Stunden von Krasnoe ſtutzen plötzlich die zerſtreuten aber zahlreichen Soldaten, die außer Reihe und Glied, ihrer Willkür überlaſſen, um uns her marſchi⸗ ren. Sie drängen ſich aufeinander, ſie bilden eine Maſſe. Jetzt werden wir aufmerkſam. Da krönen ſich plötzlich die Höhen vor uns mit ſchwarzen Maſſen, und mit Schrecken ſehen wir ungleich überlegene Streitkräfte zwiſchen uns und der Heimat ſich aufſtellen, die uns mit ehernen Riegeln den Ausweg aus den Schneewüſten Rußlands zu verſperren drohen. Doch was jedes Soldatenherz noch mehr erſchüttern mußte, dieſe unüberſteigliche Mauer thürmte ſich zwiſchen uns und unſern großen Kaiſer, für den Vicekönig zwiſchen Vater und Sohn auf. Jetzt erſt bemerken wir, daß der raſchere Schritt unſerer Pferde uns unſerm Corps um eine Stunde vorausgeführt hat, und die Straße nur von abge⸗ zehrten, kraftloſen, unbewaffneten Flüchtlingen ringsumher wimmelt. In demſelben Augenblick reitet ein ruſſiſcher Par⸗ lamentair heran und fordert uns auf, uns zu ergeben. Zwanzigtauſend Ruſſen ſperren Euch den Weg, ruft er, funfzig Kanonen ſind bereit, Euch zu zerſchmettern; der Kai⸗ ſer mit ſeiner Garde iſt gänzlich geſchlagen, vielleicht in die⸗ ſem Augenblick ſchon gefangen.— Ich ſehe den Unwillen des Vicekönigs, dem die Sprache zu einer Antwort auf dieſen Antrag verſagt. Daher rufe ich heftig:„Fort mit Euch! Habt Ihr zwanzigtauſend Mann, ſo haben wir achtzigtau⸗
ſend. Ein franzöſiſcher Feldherr ergibt ſich nicht vor der
Schlacht.“ Der Muſſe reitet zurück. Es vergehen nicht zwei
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