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gerieth in Gefangenſchaft. Die Koſacken trieben mich mit der Knute vor ſich hin, bis ich einen ruſſiſchen General an⸗ traf, dem ich auf Franzöſiſch zurief, er möge mich von die⸗ ſer infamen Mißhandlung befreien. Die Beſtie aber lachte hell auf und meinte, die Knute der Koſacken mache ſo we⸗ nig Unterſchied zwiſchen Rang und Stand des Soldaten wie die Kanonenkugeln; ich möchte mich daher in mein Schick⸗ ſal ergeben.“
Raſinski knirſchte vor Zorn mit den Zähnen.„Dieſe Henkersknechte,“ rief er ingrimmig aus;„freilich ſie, die ſelbſt unter dem Geſetz der Peitſchenhiebe und der Fußſtöße ſtehen, können die Ehre eines tapfern Gegners nicht achten. Weiter, weiter!“
„Man hätte mich wol gern auf den Schub gebracht, nach Tobolsk oder Irkuzk hin, allein zum Glück oder Un⸗ glück waren zu wenige Gefangene gemacht worden, um den Transport zu lohnen; ſo wurde ich von den Koſacken, denen ich in die Hände gefallen war, mit herumgeſchleppt. Vor zehn Minuten hatte ein Rudel dieſer Kerle hier eine von uns im Stich gelaſſene Batterie aufgeſprengt, muß aber da⸗ bei von Euch oder Andern geſtört worden ſein; denn die Helden kamen, was ihre kleinen Katzen nur durch den Schnee laufen wollten, bei dem Pulk, welches droben am Walde hält, an und meldeten, der Feind ſei da und ziehe heran. Der Koſack iſt aber nur tapfer gegen einen flüchtigen, er⸗ matteten, wehrloſen Feind. Zeigt man ihm das Angeſicht, ſo flüchtet er in größter Schnelligkeit. Das thaten auch die Leute dort oben, und ſo benutzte ich einen Augenblick der Verwirrung, um mich zu ranzioniren. Da fiel ich Euch in die Hände! Nun, Euer Gefangener, Naſinski, bleibe ich; Ihr dürft nicht bange ſein, daß ich Euch entwiſche.„ „Aber Ihr erwähntet eines Gefechts, das der Vicekönig


