Teil eines Werkes 
4. Band, 1812 : ein historischer Roman : 4. Theil (1843)
Entstehung
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töſe ganz in der Nähe erſchallte, und plötzlich eine Maſſe

von Kugeln ſauſend über ihre Häupter dahinfuhr. Wir ſind angegriffen, rief Raſinski und ſprang auf; zu den Waffen Freunde, ſchnell zu Pferde!

Im Augenblick ſaß er ſelbſt zu Roß und fing ſchon an,

ſeine Leute zu ordnen, als der Marſchall Ney im vollen Galopp heranſprengte und ihn anrief:

Obriſt, recognosciren Sie mit Ihren Leuten die linke Flanke des Lagers und melden Sie mir ſofort, wenn Sie auf den Feind ſtoßen.

Der Marſchall ritt weiter, mitten in das Lager hinein, und ordnete und ſammelte die beſtürzten Leute. Raſinski, an der Spitze ſeiner kleinen, aber entſchloſſenen Mannſchaft, ritt in die düſtere Nacht hinaus, um den Feind, der ſich ſo furchtbar angekündigt hatte, aufzuſuchen. Es befremdete zwar, daß ſeine Artillerie nur eine Salve gegeben hatte und nun ſo plötzlich ſchwieg, doch war der Kampf bei die⸗ ſem Rückzuge, der in Nacht, Wald und unwegſamen Schnee⸗ einöden geführt wurde, ſo reich an ſeltſamen Ereigniſſen daß man jeden Tag etwas bisher in der Geſchichte des Kriegs Unerhörtes erfuhr.

Auf eine Anhöhe dicht am Lager gelangt, glaubte Ra⸗ ſinski auf dem weißen Schneegrunde einige ſchwarze Maſſen zu erblicken.Iſt das Waldgebüſch, oder ſind es Leute? fragte er zu Jaromir gewandt.

Noch läßt ſich nichts unterſcheiden, erwiderte dieſer.

Darauf los denn, in Gottes Namen, befahl Raſinski und ritt näher. Bald aber ſenkte der Boden ſich in eine Schlucht hinab, deren ſteilen Rand man nicht hinunterreiten konnte, man mußte alſo dem Laufe derſelben folgen. Da brauſten plötzlich wie ein aufgeſcheuchtes Geflügel etwa funf⸗ zehn bis zwanzig Koſacken aus einer Windung der Schlucht