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hin die heilige Stimme des Herzens Dich ruft. Rein biſt Du von jeder Schuld, ſo wird auch das heitere Loos der Guten Dir werden!!?!
1 Und mit dieſen Worten wandte er ſich ab und ging der Thür des Saales zu. Wankend folgte Bianca; Bern. hard und Ludwig ſtützten und geleiteten ſie.
„Setzt Euch nur raſch in den Schlitten, lieber Herr, bat Willhofen, der ſie draußen erwartete, mit dringender Eile, „wir müſſen wahrlich fort. Aber verwahrt Euch wohl, denn die Nacht iſt kalt. Ich bin gleich hier fertig und ſetze mich dann zu Pferde, um mich warm zu reiten.“
Ludwig folgte dem Rath des redlichen Freundes. Er half Bernhard mit der Schweſter einſteigen, ſetzte ſich als Führer auf den Schlitten und nahm zum zweiten Mal die Zügel.
Bianca hielt den Bruder, der ſich doch von dem Blut⸗ verluſt ſehr ermattet fühlte und in der ſchneidenden Kälte auch die Schmerzen der Wunde empfand, ſanft in ihren Armen. Jeannette ſetzte ſich, da jetzt mehr Raum zur be⸗ 8 1 quemern Lage Bernhards wünſchenswerth war, zu Gregor in den Schlitten.
Willhofen hatte indeſſen die gefangenen Franzoſen ver⸗ ſammelt, die ſich nach dem Kriegsrecht in der Schnelligkeit mit allen Kleidern, Lebensmitteln und Waffen verſehen hat⸗ ten, die im Schloſſe zu finden waren. Er nahm den Füh⸗ rer derſelben, einen jungen Offizier, bei Seite und bedeutete 8 ihn, was er zu thun habe.
„Folgt nur der Spur der Schlitten, ſprach er,„ſo gelangt Ihr bis an drei große Tannen, neben denen ein 4 Wegweiſer ſteht. Dort geht Ihr rechts, wenn die Spuren unſerer Schlitten ſich links wenden. Alsdann erreicht Ih⸗ Smolensk in zwei Stunden. Die Nacht iſt ſternenklar und ſchneehell, Ihr werdet genug ſehen. Die Grafin laßt Ihr


