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das Thor offen, ich ginge lieber hinaus, wie ich hier vor Dir ſtehe, ehe ich noch eine Stunde länger hier verweilte. Ja, wäre nur die Schweſter nicht, Du müßteſt auf der Stelle mit mir fort!“
Willhofen trat ein und unterbrach ihr Geſpräch mit der Frage, ob ſie zum Frühſtück kommen wollten. Sie gingen.
Einige Minuten blieben ſie allein im Saal; hierauf trat Dolgorow ein. Er war ſo höflich wie zuvor, lud ein, Platz zu nehmen und ſervirte ſelbſt die Chocolade.
„Unſere Damen,“ ſprach er,„ſtehen etwas ſpät auf. Wir werden ſie wol vor Tiſch nicht zu ſehen bekommen. Die Gräfin war geſtern unwohl, das hat auch die Fürſtin um das Vergnügen gebracht, die Pflichten der Wirthin ge⸗ gegen Sie zu üben. Ich denke, die Frauen werden heute das Verſäumte nachholen.“
Bernhard fragte nach dem Stande der politiſchen An⸗ gelegenheiten.
„Darüber ſprechen wir am beſten gar nicht,“ entgeg⸗ nete der Graf höflich;„ich als Ruſſe würde vielleicht ganz anders denken müſſen als Sie, die Sie wenigſtens Ihre alten Waffengenoſſen beim Heere haben. Es hat ein be⸗ ſonderes Intereſſe für mich,“ fuhr er nach einigen Augen⸗ blicken fort,„daß ich Ihnen Beiden ſchon anderwärts begeg⸗ net bin. Als wir am Fuß des Simplon, über den wir,“ hier wandte er ſich zu Ludwig,„durch Ihre Hülfe ſo glück⸗ lich gelangten, durch den Zufall getrennt wurden, wandte ich mich durch das Gebirge nach Bern, ging von dort aus nach Tirol und gewann die große Straße nach München. In Deutſchland erlebten wir kein Abenteuer weiter, wol aber in Warſchau, wo wir faſt verrathen worden wäͤren und es uns nur nach einem mehrtägigen Verſteck bei verſchiedenen Freunden gelang, in der Nacht zu entfliehen.“
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