Teil eines Werkes 
3. Band, 1812 : ein historischer Roman : 3. Theil (1843)
Entstehung
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gorow mit kaum unterdrücktem Unwillen.Ich begreife nicht, was ſie Ihnen helfen konnte. Es war nichts als ein überreſt von den Gewohnheiten Ihrer mütterlichen Strenge und Willkür, die jedoch ſeit Feodorowna's Vermählung in keinem Fall mehr an ihrem Platz ſind. Wie nahm ſie den Schritt auf?

Sie äußerte ſich gar nicht darüber, erwiderte die Gräfin betreten. 1

So haben wir vielleicht die Hoffnung, daß ſie denſel⸗ ben nicht gewahr geworden iſt! fiel der Graf raſch und freudig ein.

Die Gräfin wußte das Gegentheil zwar ſehr gut, da ſie es aus dem Umſtande entnehmen konnte, daß ihr Zim⸗ mer der Durchgang für Jeannetten geworden warz doch be⸗ ſtätigte ſie Dolgorows Vermuthung, um ſeinen ferneren, nicht eben fein gemachten Verweiſen zu entgehen.

Das rettet uns, ſprach er beruhigter;und ſollte die Fürſtin ja etwas bemerkt haben, ſo muß das Ganze als ein Verſehen dargeſtellt werden, welches man dem Kam⸗ merdiener zuſchreiben kann. Für heute werden wir alſo nichts mehr unternehmen, morgen will ich ſelbſt ſehen und beobachten. Um des Himmels willen keinen auffallenden Schritt in dieſer Sache, bis wir ihn gar nicht mehr ver⸗ meiden können, oder wenigſtens genau wiſſen, wie weit un⸗ ſer Geheimniß verrathen iſt. Auch daß dieſer Jacques etwas davon erfahren mußte, iſt höchſt verdrießlich. Zwar iſt ihm die Wahrheit völlig unbekannt und, ſo weit ich bemerken kann, zweifelt er nicht daran, daß Feodorowna unſere Toch⸗ ter ſei, hält aber den unvermuthet zurückgekehrten Bruder für einen Sohn, den wir, wer weiß, aus welchen guten Gründen, entfernt haben mögen. Ja, ich glaube, er hatte es eigentlich im Sinne, Ihre Eiferſucht durch die Ent⸗

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