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ihm zurückgekehrt. Die Nachricht mußte dem Grafen von
der beunruhigendſten Wichtigkeit ſein, und er hatte daher.
ſogar den Eifer gegen die Feinde ſeines Vaterlandes für den Augenblick hintenangeſetzt, um ſeine eignen Angelegen⸗ heiten wahrzunehmen.
Er fand die Gräfin, deren ganze Krankheit wol nur in zu großen körperlichen Anſtrengungen beſtanden hatte,
noch in den Kleidern; die geiſtige Aufregung, in der ſie ſich
ſeit geſtern befand, hatte ihr ihre vollen Kräfte wiedergegeben.
„Nun, was ſagen Sie zu meiner Entdeckung?“ redete ſie ihn an, als ſie ſich mit ihm allein befand;„was be⸗ ſchließen Sie zu thun?“
„Vor allen Dingen,“ erwiderte Dolgorow,„muß ich wiſſen, wie weit Sie deren gewiß ſind, und wie weit Feo⸗ dorowna um Ihr Wiſſen weiß.“
Die Gräfin erzählte und vergaß auch die Vorſichtsmaß⸗ regeln nicht, die ſie den Tag über getroffen hatte, um eine Zuſammenkunft der Geſchwiſter zu hindern. Dolgorow ging während der ganzen Erzählung mit untergeſchlagenen Armen, finſter vor ſich hinblickend, auf und nieder und ſchüttelte mehrmals mißbilligend das Haupt.
„Und wer von beiden Fremden ſoll denn nun der Bru⸗ der ſein?“ fragte er, als die Gräfin geendet hatte.
Mit einer Art von Beſchämung geſtand die Gräfin, daß ſie dies nicht wiſſe. Sie hatte ohne Weiteres angenom⸗ men, es ſei Ludwig, etwas, wozu die ſo mißfällig von ihr bemerkte Hinneigung Bianca's zu ihm ſie ziemlich natürlich verleitet hatte. Erſt jetzt, da der Graf ihr die Frage auch mit Beziehung auf Bernhard vorlegte, ſah ſie ein, daß ſie gar keinen beſtimmten Grund für ihre Vermuthung habe.
„Wenn Sie nur die unglückſelige Maßregel mit der halben Gefangenhaltung nicht getroffen hätten!“ ſprach Dol⸗
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