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nige Herrſchaft nicht gönnen.
„Im Ganzen iſt es gewiß ſo allein wahr und richtig,“ ſprach Marie;„doch kommen unſtreitig auch Fälle der Aus⸗ nahme vor. Wenigſtens werden wir ſie, wenn ſie eintreten, aus der Eigenthümlichkeit der Charaktere erklären, oft recht⸗ fertigen, bisweilen auch wol bewundern können.“
„So iſt es,“ rief Arnheim lebhaft aus und heftete ſein Auge auf das ſchöne, ſanft entſchloſſene Weſen, das ihm, je näher der Augenblick des Abſchieds rückte, theurer und theurer wurde. Doch beſchloß er, mit mäunlicher Kraft ſeinen Gefühlen zu gebieten und Mariens Herz nicht in einem Augenblick zu einer das ganze Leben umfaſſenden Ent⸗ ſcheidung zu drängen, wo ihr kaum die Zeit geblieben wäre, das Ja oder Nein auszuſprechen.
Die Stunden waren raſcher als Minuten entflohen. Die Glocke der benachbarten Kirche ſchlug neun Uhr; das ſtrenge Gebot der Pflicht geſtattete kein Säumen mehr. Herzliche Wünſche begleiteten den Scheidenden; der Abſchied war für Alle bewegend; Arnheim mußte ihn beſchleunigen, um ſich nicht zu verrathen.
Viertes Capitel.
Die nächſten Tage verſtrichen den Frauen ſo ſtill wie gewöhnlich. Die gewonnene Schlacht bildete für ſie wie für alle Bewohner Warſchaus noch immer den Hauptgegenſtand des Geſpräches. Nach und nach wurden genauere Nachrich⸗
ſie geſtattete ihm ſeine Rechte, nur wollte ſie ihm die allei⸗
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