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dies reichte hin, ihm ihren Aufenthalt zu entdecken. Endlich ge⸗ gen Abend ließ ſich Arnheim melden. Hätte er gewußt, wie ſehnlich man ihn erwartete, ſo würde er längſt dort geweſen ſein; allein ihn hielt gerade das Gefühl zurück, welches ihn ſo mächtig an dieſen Ort zog. Denn man ſcheut ſich nicht ſelten am meiſten, da einen Beſuch zu machen, wo man ſo überaus gern iſt, weil man das Fehlſchlagen der Abſicht ſo fürchtet, daß man nicht ſelten lieber gar keinen Verſuch wagt. Für ſeinen Abendbeſuch aber hatte Arnheim einen gültigen Vorwand, oder vielmehr einen dringenden Grund; denn er ſollte noch in der Nacht als Courier abgehen. Um neun Uhr war er zum Geſandten beſchieden, um ſeine De⸗ peſchen zu empfangen. Als er mit dieſer Entſchuldigung ſei⸗
nes Beſuchs denſelben einleitete, erſchien es klar, daß ſeine
Hülfe in der Angelegenheit, die man ihm vertrauen wollte, nicht mehr möglich ſei. Doch er kam von ſelbſt darauf; denn im Geſpräch äußerte er:„Es ſcheint, daß Warſchau alle Badegäſte aus Teplitz verſammeln will; ſo eben traf ich wieder zwei beim Geſandten, die beiden Franzoſen, welche auf jener Landpartie nach Auſſig zu uns ſtießen.“
„Haben Sie dieſelben geſprochen?“ fragte die Graͤfin mit etwas zu haſtigem Ton, als daß er nicht hätte auffal⸗ len ſollen.
„Nur ganz flüchtig,“ entgegnete Arnheim;„aber wes⸗ halb? Wünſchen Sie vielleicht—
„ ja, wir wünſchen wirklich etwas, könnten Sie um einen wichtigen, dringenden Dienſt bitten,“ nahm die Gräfin das Wort und blickte Marien an.
„Mit größter Freude ſtehe ich Ihnen zu Befehl,“ ent⸗ gegnete Arnheim.
„Es iſt die Frage, ob Sie es noch können. Unſer Wunſch iſt nämlich der, daß dieſe beiden Franzoſen, wo möglich, un⸗


