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Bedienten zu, der, da er bemerkte, daß nian ſich zum Aus⸗ gehen anſchicke, die Frage, ob er den Kutſcher beſtellen ſolle, auf der Zunge hatte.„Wir gehen zu Fuß. Wie das ganze Volk in die Kirche ſtrömt, ſo auch wir. Es iſt ein Tag der Demuth, nicht des Stolzes. Und doch, wie ſtolz ſchlägt mir das Herz.“
Indeſſen hatte ſie einen dunklen Shawl übergeworfen; Arnheim bot ihr den Arm. Marie und Lodoiska folgten.
Auf den Gaſſen war Alles in Bewegung. Das Volk ſtrömte über die Plätze den Kirchen zu. Alle Glocken läu⸗ teten wie an dem Feſttage eines Heiligen. Unter dem Hotel des Geſandten kreuzten ſich zwei wallende dreifarbige Fahnen. Die in der Stadt anweſenden Truppen traten zuſammen, um in Parade in die Kirche geführt zu werden. Wie durch Zaubermacht war der Alltag in einen hohen Feiertag verwandelt. Das Volk hatte ſeine Feierkleider an⸗ gelegt; Männer, Frauen, Mädchen und Kinder, Alles eilte in buntem Gemiſch dem Altar des Herrn entgegen. Wie glänzten die feurigen, dunklen Augen der Mädchen und Jünglinge! Jenen wallte unter dem Schleier das lange, ſchwarzgelockte Haar hervor und bedeckte den weißen Nacken. Dieſe hatten die hohe, mit Treſſen beſetzte Mütze, von der reiche Troddeln herabhingen, ſtolz auf die Stirn gedrückt und ſich mit dem Ehrenſchmuck des Mannes, dem Säbel, umgürtet.
Marien ward faſt bang um's Herz, als ſie dieſe allge⸗ meine Volksfreude wahrnahm. Ach, in ihrem Vaterlande hatte ſie ſolch ein Feſt noch nicht erlebt. Und wird man dort nicht über dieſen Sieg trauern? Iſt nicht unſer Herz auf der Seite des Feindes, wenngleich unſere Vaterlands⸗ genoſſen, durch die Macht der Weltgeſchicke bezwungen, gegen ihn ausgezogen ſind? Und wird dieſe Schlacht wirklich ſo
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