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tung des Parks. Die Wolkenſchatten flohen überhin und der Strom des Lichts eilte verfolgend nach.„Dieſer Wech⸗ ſel in der Beleuchtung macht mir den Herbſt, ich meine die Herbſtlandſchaften, ſo lieb.“
„Er gleicht allerdings einem Trauerſpiele im vierten Act,“ erwiderte Arnheim, indem er ſeine Gemüthsbewegung durch einen leichten Ton der Unterhaltung zu verbergen ſuchte.
„Wie ſo Das?“ fragte die Gräfin.
„Je nun, dort beginnen die glücklichen Verhältniſſe ge⸗ wöhnlich ins Schwanken zu kommen; der heitere Himmel, den der Dichter als Contraſt des Gewitters, das er herauf beſchwört, Anfangs über uns ausſpannte, verfinſtert ſich dann allgemach und wir erblicken den Kampf des Lichts mit der Nacht der tragiſchen Schickung. Die melodiſchen Anklänge glücklicherer Tage ſind noch nicht ganz verhallt, aber ſchon rollen die dumpfen Töne des Donners in der Ferne. Ähnlich
der Herbſt, der vielleicht ſeinen größten Reiz darin hat, daß
wir alle Reize der Natur im Entfliehen erblicken. So wer⸗ den uns die Unſerigen in der Abſchiedsſtunde erſt theuer; dort erkennen wir erſt ihren Werth; ja das Gleichgültige ſteigt hoch im Preiſe, wenn man ſich davon trennen ſoll!“
„Sie haben Recht. Doch möchte ich dem Herbſt wol auch einigen ſelbſtändigen Werth zugeſtehen. Der Beweis ſcheint mir darin zu liegen, daß ich mich im Sommer ſchon auf denſelben freue; wer aber hoffte der Abſchiedsſtunde ent⸗ gegen?“
„Ich will mein Gleichniß nicht vertheidigen. Keines iſt unverwundbar; an irgend einer Stelle dringt der Pfeil hin⸗ durch. Alle verlieren, am meiſten freilich die ſcherzhaften, wenn man ſie beharrlich durchführen will. Mir däucht, es i*ſt auch der größte Mangel an Poeſie, dies zu wollen; nur
brach. Es gab einige Augenblicke lang die ſchönſte Beleuch⸗


