Teil eines Werkes 
3. Band, 1812 : ein historischer Roman : 3. Theil (1843)
Entstehung
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um dieſer kleinen Inſel das Gleichgewicht zu halten. Dieſes große Ziel ſcheint mir jetzo erreicht; wenigſtens ſind wir nahe daran. Dann, ſo hoffe ich, wird ein allgemeiner Friede, deſſen alle Nationen bedürfen, nach dem ſich alle Völker ſeh⸗

nen und Frankreich vielleicht am meiſten, gewiß die furchtba⸗

ren Erſchütterungen, die Europa ſeit zwanzig Jahren dulden muß, beſchwichtigen, die zerriſſenen Bande neu knüpfen, die gewaltſam geſchloſſenen vernünftig löſen. Vieles übel, wel⸗ ches der Kaiſer jetzt, durch den Drang der Ereigniſſe gezwun⸗ gen, den Völkern zufügen mußte, wird aufhören. Er gab den überwundenen Nationen fremde Könige, ſtrenge Statt⸗ halter. Weshalb? Weil er ihrer nicht ſicher war, und bei ſeinen unermeßlichen Kriegszügen doch keine gefährlichen Feinde im Hintergrunde dulden durfte. Vielleicht ſetzt er jetzt, eben um das Band der Sicherheit feſter zu knüpfen, die recht⸗ mäßigen Fürſten wieder ein. Denn an den Perſonen liegt ihm nichts, zumal an ſeinen Brüdern und Verwandten. Sie ſind nur Monarchen, weil er ihrer Anhänglichkeit am ſicher⸗ ſten iſt, denn er iſt der Stamm, auf dem ſie blühen. Wur⸗ zelt er erſt tief und feſt, ſo kann er der wucheriſchen Zweige, die einen nachtheiligen Schatten auf das Land umher werfen, leicht entbehren. Ja, ich hoffe, daß ſeine enge verwandt⸗ ſchaftliche Verbindung mit unſerm Kaiſerhauſe das Glück Europa's bilden wird. Oſtreich wird der Vertreter des deut⸗ ſchen Volkes werden. Napoleon wird gern ſehen, daß es in einem friedlichen Bündniß mit ihm ſtehe; dann wird er, weil man lieber ſtarke Bundesgenoſſen hat als ſchwache, auch das Gedeihen des Landes auf alle Weiſe befördern helfen. Es mußte viel altes Unheil bei uns in Deutſchland zerſtört werden, bevor ein neuer Bau ſichern Boden, freien Raum fang Die verjährten Formen hat der franzöſiſche Kaiſer als

* Vertreter einer großen, jugendlich kräftigen, neu erwachenden