Teil eines Werkes 
3. Band, 1812 : ein historischer Roman : 3. Theil (1843)
Entstehung
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Hand mit ſolchem Feuer, daß Marie ſie ſanft zurückziehen mußte.

Wir ſind Ihnen unendlichen Dank ſchuldig geworden, Herr Rittmeiſter, ſprach die Gräfin;und Diejenigen, die ihn nicht einmal auszuſprechen wiſſen, am meiſten. Sie deutete dabei auf Lodoiska, die ihre, von dankbarer Rührung in Thränen überſtrömenden Augen, mit dem Tuch bedeckt hielt.Aber wie kommen Sie zu dem Blatt?

Auf die einfachſte Art von der Welt, erwiderte der Rittmeiſter.Ich hatte mich eben im Bureau der Geſandt⸗ ſchaft gemeldet, als die Depeſchen eintrafen. Ein dort arbei⸗ tender Offizier ſagte mir, daß der Courier, wie gewöhnlich, eine Menge flüchtiger Briefe und Meldungen, theils auf of⸗ fenen Zettelchen, theils in vorbereiteten Couverts, theils nur mit Bleiſtift geſchrieben, mitgebracht habe, wodurch Diejeni⸗ gen, die an der Schlacht Theil genommen haben, den Ihri⸗ gen die erſten Beruhigungen zukommen laſſen, in jeglicher Form, wie die Umſtände es eben geſtatten. Dies brachte mich auf den Gedanken, ob nichts für Sie, gnädigſte Gräfin, dabei ſein möchte. Ich eilte ins Bureau zurück und es fand ſich in der That dieſer offene, mit Bleiſtift geſchriebene Brief vor. Ich erbat ihn mir, um ihn ſofort mitzutheilen, etwas, das man um ſo lieber annahm, als man dieſe Briefe gern mit der Nachricht zugleich an Diejenigen gelangen läßt, an die ſie gerichtet ſind. So ward ich der überbringer.

Hrar größten Glückes, fiel die Gräfin ein.Noch⸗ mals ſeien Sie uns als der heilbringendſte Bote willkommen!

Lodoiska fühlte in ihrem frommen Herzen das Bedürf⸗ niß, der himmliſchen Beſchützerin ihres Glücks den Dank des Gebetes darzubringen. Unbemerkt ſchwebte ſie aus dem Ge⸗ mache und ſuchte die Einſamkeit ihres Zimmers auf, wo ein

Marienbild, mit herbſtlichen Blumen von ihr ſelbſt geſchmückt,