Teil eines Werkes 
3. Band, 1812 : ein historischer Roman : 3. Theil (1843)
Entstehung
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ſter! Die Schlacht iſt vorüber, ich lebe; unſere nächſten Freunde ſind Alle unverletzt. Nächſtens mehr.

Dank Dir, heilige Mutter Gottes! rief Lodoiska außer ſich und warf ſich unter ſtrömenden Thränen an die Bruſt ,r der Gräfin.Wie biſt Du gnadenreich gegen Deine Toch⸗ ter! Ihre Blicke richteten ſich in verklärter Freude gen Himmelz ſie faltete die Hände über der Bruſt und vermochte nicht mehr zu ſprechen.

Auch Marie war in tiefſter Bewegung.Alle unver⸗ letzt, ſprach ſie und eine Thräne der innigſten Rührung zitterte in ihren Wimpern.Das iſt mehr als ich ſelbſt zu hoffen wagte! O jetzt empfinde ich erſt an meiner unaus⸗ ſprechlichen Freude, wie namenlos meine Angſt war! Haben Sie Dank für dieſe Botſchaft.

Wie großes Glück oder Unglück edle Herzen öffnet, daß 4 ſie der gewöhnlichen, beengenden Schranken des Leben nicht mehr gedenken, ſo ging Marie offen und frei auf Arnheim zu und reichte ihm mit Wärme die Hand. Dieſer ſtand aufs Außerſte betroffen, denn Mariens Gegenwart in dieſem Orte, die er nicht ahnen konnte und noch nicht wahrgenom⸗ men hatte, überraſchte ihn jetzo mit einer Plötlichkeit, die ihm beinahe die Faſſung raubte. Mit freudiger Beſtürzung ergriff er die dargebotene Hand und druckte ſie an die Lip⸗

pen.Sie hier? ſprach er ſich aufrichtend mit dem Tone 5 der höchſten Verwunderung;das hätte ich nimmermehr ver⸗ 4 muthet!

Ich bin einer ſehr freundlichen Einladung gefolgt,. antwortete Marie;doch iſt in der Fremde die Begegnung mit einem Landsmanne und vollends mit einem, den wir näher kennen, ein gar zu freudiges Ereigniß.

8 O gewiß, gewiß! rief der Rittmeiſter und küßte ihre 6