Teil eines Werkes 
3. Band, 1812 : ein historischer Roman : 3. Theil (1843)
Entstehung
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Sie, daß ich einen Wagen beſorge? fragte der Rittmeiſter dienſtfertig.

Wenn Sie mich unterſtützen wollen, werde ich es Ih⸗ nen ſehr danken; ich bin in der That aufs Außerſte ermattet. Arnheim gab ihr den Arm. Von der andern Seite lehnte ſie ſich auf das Mädchen und ließ ſich ſo nach dem Palaſt der Gräfin zurückführen.

Glücklicherweiſe hatte Lodoiska's Ohnmacht nur eine Mi⸗ nute gewährt, und die Aufmerkſamkeit der Leute auf der Straße war in dieſem Augenblicke ſo ſehr auf die Bewegun⸗ gen im Hoͤtel des Geſandten gerichtet geweſen, daß der Vor⸗ fall ganz unbemerkt vorüberging. Man ſchlug jetzt eine men⸗ ſchenleere Seitengaſſe ein, und ſo gelangte die Geleitete trotz ihres ſchwachen, zitternden Ganges an den Palaſt der Grä⸗ fin, ohne daß die Neugier läſtiger Zuſchauer ihr folgte.

Für den Rittmeiſter war es nicht ſchwer, ſich die Urſache des heftigen Schrecks, der Lodoiska ergriffen hatte, allgemein hin zu erklären. Denn wer hatte nicht einen Freund, einen Bruder, einen Vater bei dem Heere? Indeſſen dachte er zart genug, um nicht näher zu forſchen, und ſuchte auch den ſchreckenvollen Eindruck der erſten Nachricht durch mildernde Zuſätze zu mäßigen.

Als man an der Pforte des Hauſes ſtand, ſprach Lo⸗ doiska:Ich danke Ihnen herzlichſt für Ihre hülfreiche Theil⸗ nahme; gewiß ahäßte ich Sie bitten, mir noch weiter zu fol⸗ gen. Doch

Arnheim ließ ſie nicht weiter reden. Er fiel mit Wärme ein:Dieſe erſten Stunden der Aufregung gehören der Ein⸗ ſamkeit; der wohlmeinendſte Fremde könnte nur ſtörend er⸗ ſcheinen. Doch verſagen Sie mir es wol nicht, zu einer gün⸗ ſtigern Zeit zu kommen.

Lodoiska ſah ihn mit einem dankbaren Blicke an:Es