Teil eines Werkes 
3. Band, 1812 : ein historischer Roman : 3. Theil (1843)
Entstehung
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fin über dieſes Ereigniß und knüpfte daran die froheſten Hoffnungen für den Ausgang des Kampfes.

Schon wir, ſprach Marie,die wir hier in weiter Ferne ſitzen und nach vollendetem Kampfe die Nachricht empfangen, daß unſere Theuerſten noch unverſehrt unter den Lebenden wandeln ſchon wir verfolgen die Berichte von der Schlacht mit ängſtlich klopfenden Herzen. Wie müßte uns erſt zu Muthe ſein, wenn das Verderben uns ſo nahe wäre als jenen Bewohnern von Smolensk; wenn wir, wie dieſe, unſere Brüder, Väter, Gatten vor den Thoren wüßten, im Kampf auf Leben und Tod, um Freiheit, Vaterland und Herd, um unſer Leben, unſere Ehre!

Mich würde das gequälte Herz auf die Mauern trei⸗ ben, rief die Gräfin, indem ſie, wie ſie in der Lebhaftigkeit immer pflegte, raſch auf und nieder durch das Zimmer ſchritt;ich müßte mit meinen Augen dem Looſe des Kam⸗ pfes folgen.

Das vermöchte ich nicht, erwiderte Marie mit ſanf⸗ ter Miene;doch glaube ich, ſetzte ſie mit dem ungewiſſen Tone der Beſcheidenheit hinzu,ich würde Standhaftigkeit genug bewahren, um die Verwundeten zu pflegen.

Ach, und ich, rief Lodoiska ſeufzend aus,ich ver⸗

möchte gewiß nichts, als vor dem Bilde der heiligen Mutter Gottes Schutz für das theure Haupt des Geliebten zu erfle⸗ hen. Auch ſie ſtand auf, aber um ihre hervordringenden Thränen zu verbergen.

Die Frauen hatten ſich wahrhaft, ohne Hehl ausgeſpro⸗ chen; nur Lodoiska verkannte ſi ch; denn ſie hielt für Schwä⸗ che, was Stärke war. Im Augenblicke der Gefahr würde n dem Heldenmuth einer Heiligen die hülfreiche Pflege

miitten in die Schlacht getragen, den Geliebten unter den

deaheode Blitzen des Todes aufgeſucht und gerettet haben.