menz die Nacht war heller als der Tag. Nur wo
Von allen Seiten ſtanden fhon d die Gebäude in
fangene RNauch und Qualm, oder der dichte Aſchen Luft verdunkelten, war es finſter. Die brennenden ſchienen ausgeſtorben; Alles war geflüchtet. Die Rettungs⸗ mittel wandte man nur an, um die noch unverſehrten Theile
zu ſchützen, denn wo einmal das Feuer loderte, war jeder
Kampf mit dem übermächtigen Element vergeblich. Die Flamme kniſterte ringsumher; es ſchien Jaromir, als ſeien es die Furien der Hölle, die ihn verfolgten. Sein Roß wurde durch den Sporn und die Angſt zugleich getrieben; es flog wie ein Pfeil mit ihm dahin. Doch der Betäubte ſuchte keinen Ausweg, er führte die Zügel nicht, er achtete auf kein Zeichen, nicht auf die Nichtung des Windes; dem Pferde bewußtlos die freie Wahl laſſend, gerieth er immer tiefer in das labyrinthiſche Gewinde der brennenden Gaſſen hinein. Erſt als das ſcheue Thier ſich plötzlich wie in einer Flammen⸗ höhle ſah, und ſtutzte und umwenden wollte, und wieder ſtutzte, indem es ſich ſcheu aufbäumte und geängſtigt die Funken und Feuerflocken aus den Mähnen zu ſchütteln ſuchte, da ſahe er, wohin er gerathen war. Die durch⸗ glühte Luft war kaum noch zu athmen; das Auge brannte und ſchloß ſich geblendet, ein durchbohrender Schmerz zuckte durch das Gehirn.„Alſo hier ſoll ich enden?— Sind es die Flammen der Hölle, die meinen Frevel ſo ſchnell beſtrafen?“
Das Leben war ihm verhaßt; doch die Natur wehrte ſich gegen dieſe qualvolle Vernichtung. Gewaltſam riß er die geblendeten Augen auf und ſtarrte in das praſſelnde Feuermeer, ob ſich nirgend ein Ausweg aufthue. Ein Wind⸗ ſtoß fuhr brauſend durch die Flammen, drückte ſie mächtig herab und ſpaltete ſie dann, die glühende Mauer gewaltſam


