Kind in feine. Annt und hälte es in einen Shawt Aliſettenz ein. Dieſer hatte Regnard bereits einen Mantel übergewor⸗ fen, doch vermochte er nicht ſie emporzuheben, weil ſeine Wunde ihn noch hinderte. Jaromir reichte ihm das Kind und ſprach:„Nehmen Sie die Kleine!“ Dann ergriff er Aliſetten, hob ſie mit rüſtiger Jugendkraft empor und ſchritt nach der Thür zu.„Mir nach! den Garten können wir noch erreichen,“ ſprach er. Regnard folgte ihm.
Schon drang dichter Dampf und Schwefelgeruch in die Gemächer ein; doch leuchtete die Flamme von Außen her ſo hell, daß man den Weg nicht verfehlen konnte. Die kleine Treppe, die zum Garten führte, war ganz in Rauch gehüllt, und die Flammen ſchlugen ſchon hell von unten herauf. Ohne Zaudern warf ſich Jaromir hinein; in drei Sprüngen war er unten, und erreichte mitten durch die Flamme das Freie. Regnard war ihm eben ſo entſchloſſen gefolgt. Athemlos, mit verſengtem Haar, gewannen ſie einen ſichern Platz im Garten. Dort ſetzten ſie die Bürden nieder und ſchöpften Athem.
„Wir ſind in Sicherheit,“ ſprach Jaromir mit ſtumpfem Ton erſtarrter Gleichgültigkeit;„durch die Gartenmauer führt eine Pforte, wenn das Thor des Palaſtes ſchon in Flammen ſtehen ſollte. Was uns anbelangt, Herr Obriſt, ſo werden wir uns wol wiederſehen!“
Regnard erwiderte nichts. Er ahnete jetzt den Zuſammenhang und fühlte, daß er von dem Unglücklichen keine Erklärungen zu fordern hatte. Dieſer aber ſchritt haſtig durch den Garten, um ſich zu Pferd zu werfen und die Seinigen aufzuſuchen.
Der treue Rappe ſtand, obwol er nicht angebunden war, geduldig an der Pforte des Gartens und ſchien ſeinen Herrn zu erwarten. Jaromir ſchwang ſich hinauf und ſprengte mit verhängtem Zügel durch die Gaſſen.


