Teil eines Werkes 
2. Band, 1812 : ein historischer Roman : 2. Theil (1843)
Entstehung
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Negnard ſir ihm in den Arm, doch die älenegene Ju⸗ gendkraft Jaromirs ſtieß auch ihn zurück:Wir treffen uns noch; jetzt retten Sie ſich, denn der Palaſt brennt.

Ein dumpfer Donnerſchlag, der aus der Tiefe des Bo⸗ dens heraufklang, verſchlang die letzten Worte. Der Palaſt bebte, die Fenſter ſprangen klirrend entzwei, Steine ſtuͤrzten von der erſchütterten, geborſtenen Decke herab.

Hölle und Teufel! Was iſt das? fuhr Regnard anf

Allbarmherziger Gott, ſchrie Aliſette und rang die Hände.

Von Dir weiß die Barmherzigkeit nichts, rief I Jaromir

ihr mit dumpfer Stimme und drohend gehobener Hand zu. Dieſe Gewölbe ſtürzen ein über Deinen Freveln, und Dich 4 verſchlingen die Flammen der Hölle. Gnade! Erbarmen! Rettet mich! jammerte die Un⸗ * glückſelige und ſchwankte auf Jaromir zu; aber ſie vermochte ſſcch nicht mehr auf den Füßen zu erhalten, ſondern fiel be⸗ täubt, regungslos auf den Boden nieder.

Wir dürfen ſie nicht umkommen laſſen, ſprach Reg⸗ nard entſchloſſen;helfen Sie mir ſie hinabtragen. Er ſuchte ſie emporzuheben; Jaromir ſtand wie eine eherne Bildſäule und ſtarrte das reizende Bild der Ohnmächtigen an. Indem öffnete ſich die angelehnte Thür des Nebenge⸗ machs, und das Pflegekind Aliſettens, die kleine dreijährige Tochter ihrer Schweſter, kam herein und ſtammelte weinend: Ich fürchte mich ſo!

Beim Anblick dieſes hülfloſen Weſens kehrte das Be⸗ wußtſein in Jaromirs Bruſt zurück, und mit ihm ſein wei⸗ ches Mitgefühl. Eine tiefe Scham befiel ihn.Nein! Du ſollſt nicht 4* umkommen, kleines, holdes Weſen, ſprach er ſanft,Du nicht und auch nicht dieſe Verbrecherin. Er nahm das

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