in Flammen!“ Mit dieſen Worten eilte er auf de das Bett zu, woher ihre Stimme tönte, um die Geliebte in ſeinen Armen aus dem Palaſt zu tragen.„Zurück, zurück rief 2 ſie ihm zu, indem ſie die Vorhänge mit der einen Hand zuſammenhielt, und ihm mit der andern winkte, ſich zu ent⸗ fernen.„Um des Himmels willen zurück!“ Jaromir glaubte, ein Gefühl der Verſchämung gebe ihr dieſe Angſt. Doch es blieb ihm nicht Zeit, daſſelbe zu bekämpfen, denn eine männliche Stimme rief:„Zum Teufel, was gibt's denn?“ Jaromir erſtarrte. Aliſette ſtieß einen lauten Schrei aus. Im gleichen Augenblicke ſprang ein Mann von dem La⸗ ger auf. „Wer bricht hier herein?“ fragte er mit entſchloſſener Stimmez doch ehe Jaromir antworten konnte, war auch Ali⸗ 8 ſette aufgeſprungen, hatte ſich ihm zu Füßen geworfen, um⸗ f klammerte ſeine Kniee und rief:„Verdamme mich nicht, ich bin ſchuldlos!“
Jaromir ſtand betäubt, entſetzt, vernichtet. Er ſah ſo viele Schreckensgeſtalten des Unheils zugleich auf ſich ein⸗ ſtürzen, daß ſein Blick ſie nicht mehr unterſchied. Er warf die Lampe von ſich, und indem er ſich die Hände verhül⸗ B lend vor die Stirn legte, rief er aus:„O, ich Elender!“
Aliſette hatte ſeine Kniee mit beiden Armen krampfhaft umſchlungen. Das aufgelöſte Haar wallte ihr über die ent⸗ blößten Schultern und den hervorquellenden Buſen.„Ich ſtehe nicht eher auf, bis Du mir vergeben haſt!“ rief ſie, und drückte das Angeſicht gegen den Boden.„Und willſt Du nicht, ſo zertritt mich; ich will zu Deinen Füßen ſterben.“ IJaromir höͤrte und ſah nicht.
Eine rauhe Hand faßte ihn jetzt beim Arm und rüttelte ihn heftig. 3


