Teil eines Werkes 
2. Band, 1812 : ein historischer Roman : 2. Theil (1843)
Entstehung
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3 beleuchtet war, und glaubte nun ſich links wenden zu müſſen. Da erſt erkannte er, daß er ſich dicht bei ſeinem Bivouacs⸗

platz befand, aber von einer andern Seite auf denſelben zu⸗

rückgekehrt war, wodurch die Gegenſtände ihm im erſten Augenblicke halb bekannt und doch fremd erſchienen. Das

brennende Gebäude zu ſeiner Rechten war eben das, in wel⸗

chem Naſinski gewohnt hatte; die Flammen ſchlugen ſchon über den Giebel hinaus, und der Rauch wirbelte in einem breiten Strom über die gegenüberſtehenden Giebel und Häu⸗ ſer hin, ſodaß er die Ausſicht nach der Seite faſt ganz verdeckte. Von Truppen war nichts mehr zu bemerken, doch ſah Jaromir aus den noch brennenden Bivouacsfeuern, daß der Abmarſch ſehr eilig geweſen ſein mußte. Sie werden den Befehl, den du bringen ſollteſt, bereits anderweitig erhalten haben, dachte Jaromir, war aber unſchlüſſig, wohin er ſelbſt ſich nunmehr wenden ſollte, um die Freunde raſch aufzufinden. Die düſtere Stimmung, in der er ſich befand, war durch das wichtige Ereigniß für den Augenblick einigermaßen ab⸗ geleitet worden; jetzt aber, die da Feuersbrünſte ſich vervielfäl⸗ tigten, und die Flammen vielleicht ſchon von zwanzig ver⸗ ſchiedenen Orten her leuchteten, überkam ihn plötzlich eine dunkle Unruhe um Aliſetten. Wird ſie gewarnt, geweckt ſein? Wird ſie wiſſen, wohin ſie ſich wenden ſoll in einer ſo rauhen Nacht des Schreckens? Und wenn ſie aufgeſtört wird von dem tobenden Lärm, wohin wird die Einſame, Ver⸗ laſſene flüchten? In vielen Stadttheilen, wo keine Truppen la⸗ gen, oder wo das übermaß der Müdigkeit Alles in feſten Schlaf geſtreckt hatte, war es noch nicht einmal unruhig geworden, ſondern das Verderben brach während der Ruhe des Schlum⸗ mers herein. Wie, wenn ſie in ihrem nach dem Gartenhaus abgelegenen Gemach den Trommelſchlag nicht hörte, wenn das Feuer auch dieſen Palaſt ergriff, wenn ſie entſetzlich aufgeſtört