ſeine unterirdiſchen Schlünde aufreie, um den ungeba gten Feuerſtrömen die Bahn zu öffnen. Er mußte durch eine
enge, gewundene Gaſſe reiten, deren hohe Haäuſer ihm die
Ausſicht in die Ferne eine Zeit lang verſperrten. Als er wie⸗
der einen freien Naum erreichte, ſah er bereits an drei Stel⸗
len zugleich röthlichen Nauch aufſteigen, und plößlich zucte
eine flackernde Helle durch die Nacht. Es waren die erſten
Flammen, welche die Dächer des Bazars durchbrachen. Bald
röthete ſich der Himmel an mehrern Orten, und noch bevor er den Kreml erreicht hatte, hörte er ſchon die Trommeln der Wachen daſelbſt. Adjutanten ſprengten ihm entgegen; er rief ſie an, um zu fragen, wohin er ſeine Meldung machen könne.„Es iſt ſchon Alles in Ordnung,“ lautete die Ant⸗ wort.„Der Kaiſer iſt benachrichtigt, der Marſchall Mor⸗ tier ſchon in voller Thätigkeit. Wir haben allen berittenen Truppentheilen und der Artillerie den Befehl zu bringen, ſchnell die Stadt zu verlaſſen. Dagegen ſollen Sappeurs, Mineurs und Infanterie ſich ſammeln, um löſchen zu helfen. Alle Meldungen gehen an den Marſchall Mortier.“ Jaromir ſah ein, daß er jetzt nichts Beſſeres thun könne als zurückreiten, um Raſinski dieſe Beſtimmungen mitzu⸗ theilen. Er that es im geſtreckten Galopp; doch theils weil er nicht genau Beſcheid wußte, theils weil die ſeltſame Be⸗ leuchtung ihn täuſchte, und endlich weil eine ausrückende Colonne Artillerie, die eine Querſtraße ſperrte und ihn ſo zu einem andern Wege zwang, als der, den er gekommen war, verirrte er ſich und konnte ſich aus einem Gewinde kleiner, ſich kreuzender Gaſſen gar nicht zurechtfinden, weil ſie immer an andern Punkten ausliefen, als wohin ihn die Nichtung, nach der er ſie wählte, zu leiten ſchien. Endlich erreichte er einen freien Raum, der ſchon faſt tageshell von Flammen 15 E
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