Teil eines Werkes 
2. Band, 1812 : ein historischer Roman : 2. Theil (1843)
Entstehung
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ſeſtät vor den Menſchen in ſeiner Ohnmacht hin.

IJedes vereinzelte Leiden, Sehnen, Hoffen und Fühlen der Bruſt ging unter in dem eiskalten Anhauch eines ſtar⸗ ren Grauſens, das mitten aus dem Gluthmeer hervorbrach und ſich in das Herz, auch des Kühnſten, ergoß. Die Stunde des Weltgerichts ſchien angebrochen, das flammende Verhäng⸗

niß ereilte Völker und Throne; nicht Wälle, nicht Mauern

von Erz hätten dem Verderben mehr gewehrt. Wem jetzt das Loos gefallen war, den packten die Arme des glühenden Stroms und riſſen ihn brauſend fort in das Meer der Vernichtung, und begruben ihn in Nacht, Staub und

Aſche!

Sechstes Capitel.

Jaromir war mit verhängtem Zügel durch die noch fin⸗ ſtern Gaſſen dem Thore des Kremls zugeſprengt. Ein eig⸗ nes Grauen beſchlich ſeine Bruſt, als er allein durch die öde Stadt jagte. Noch hatte er keine zweite Feuersbrunſt ent⸗ deckt, noch ſchlug keine Flamme aus dem Giebel fernerer Dächer empor, um die Nacht zu erleuchten. Dennoch hatte er eine dunkle Ahnung der Wahrheit, und die ſchwarzen Steinmaſſen der Stadt erſchienen ihm wie ein erſtarrtes, ausgebranntes, ſchroff geborſtenes Lavameer, das plötzlich

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