Teil eines Werkes 
2. Band, 1812 : ein historischer Roman : 2. Theil (1843)
Entstehung
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Anuf der Brücke angelangt, ſah man wieder freier

ſer und Boden glühten, wie von Fackeln der Furien beleuch⸗

Das Feuer brannte von der Weſtſeite herauf. De ſchein ſpiegelte ſich prächtig in dem düſtern Fluß. Der Wind dreht ſi ch! ſprach Raſinski und ſah nach dem Zuge des Rauchs und der Flammen.Seht, wie die Funkengarben nach dem Kreml hinüberſprühen! Wir wer⸗ den unſere Richtung ändern müſſen!

Ein Adjutant ſprengte in Galopp heran und rief mit lauter Stimme:Die Cavalerie und Artileerie ſoll ſich vor das Thor auf die Straße nach Petersbung ziehen. Hierauf wandte er ſein Pferd, vermuthlich um den Befehl irgend einer andern Truppenabtheilung, die er in den Gaſſen der Stadt umherirrend antreffen würde, zu überbringen.

Gut, ſo kennen wir wenigſtens unſere Beſtimmung, ſprach Raſinski;ich geſtehe, ich wußte nicht, wie ich in dieſem außerordentlichen Falle handeln ſollte.

Sie ſchlugen eine Straße ein, welche nach der angege⸗ benen Richtung führte. Bald aber ſahen ſie ſich in einem dichten Gedränge und Getümmel, denn Infanteriecolonnen, mit den bärtigen Sappeurs an der Spitze, kamen ihnen im Sturmſchritt entgegen, weil ſie befehligt waren, dem Brande Einhalt zu thun.Platz! Platz! ſchrie der Führer und drängte mit den Leuten vorwärts. So konnte die Cavalerie, auf die rechte Seite der Straße gedrängt, nur Schritt vor Schritt vorrücken. Indeſſen wuchſen in ihrem Rücken die Flammen; der Rauch wälzte ſich, ein Gemiſch glühender und ſchwarzer Wolken, hoch über die Thürme und Paläſte hin und verbarg den Himmel und ſeine Geſtirne.

Doch waren die Straßen nicht verdunkelt, ſondern Häèu-=

tet, im blutrothen Widerſchein. Der Sturm, durch das Flammenmeer geust, wharf ſich